18 April 2026, 20:04

Bundesrat plant strengere Regeln für Untermietverträge zum Schutz von Mieter:innen

Cartoonartige Illustrationen von Menschen, Gebäuden und Gegenständen begleiten fett gedruckten Text auf einem Papier, das das Titelblatt des Mietrechts zeigt, eingerahmt von einem dekorativen Rand.

Bundesrat plant strengere Regeln für Untermietverträge zum Schutz von Mieter:innen

Neue Initiative im Bundesrat: Strengere Regeln für Untermietverträge zum Schutz von Mieter:innen

Eine neue Initiative im deutschen Bundesrat drängt auf schärfere Vorschriften für Untermietverträge, um gefährdete Mieter:innen besser zu schützen. Der Vorstoß folgt einem aktuellen Urteil, das Hauptmieter:innen die gewinnorientierte Weitervermietung untersagt. Angesichts verschärfter Wohnungsnot in den Städten sehen sich viele Untermieter:innen hohen Kosten und schwachem rechtlichem Schutz ausgesetzt.

Ziel der geplanten Änderungen ist es, Untermietverträge transparenter zu gestalten und Missbrauch zu verhindern. Vermieter:innen sollen mehr Kontrollmöglichkeiten erhalten, während Untermieter:innen besser vor plötzlichen Kündigungen geschützt werden.

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Am 28. Januar 2026 entschied der Bundesgerichtshof, dass Hauptmieter:innen ihre Wohnungen nicht gewinnbringend untervermieten dürfen (Aktenzeichen VIII ZR 228/23). Das Urteil offenbart Lücken im geltenden Recht, etwa wenn Vermieter:innen weder über die Bedingungen der Untervermietung noch über die Identität der Untermieter:innen informiert sind. Die Bundesratsinitiative will diese Schlupflöcher schließen, indem sie Hauptmieter:innen verpflichtet, alle Untervermietungsvereinbarungen offenzulegen.

Ein zentrales Risiko für Untermieter:innen bleibt die Kündigung, sobald die Hauptmieter:innen ihren Mietvertrag verlieren. Die neuen Regeln sehen eine Mindestfrist für Kündigungen vor, um zu verhindern, dass Betroffene von heute auf morgen obdachlos werden. Zudem soll es Untermieter:innen erleichtert werden, den Hauptmietvertrag zu übernehmen, falls die ursprünglichen Mieter:innen ausziehen.

Trotz strengerer Kontrollen sieht der Entwurf kein generelles Verbot von Untermietverträgen vor. Stattdessen zielt er darauf ab, Ausbeutung zu unterbinden und faire Bedingungen für alle Beteiligten zu schaffen. Vermieter:innen dürfen gewinnorientierte Untervermietungen nicht länger ignorieren – das stärkt die Verantwortung in einem angespannten Wohnungsmarkt, in dem viele Mieter:innen mit unbezahlbaren Mieten kämpfen.

Die Pläne des Bundesrats würden klarere Regeln für Untermietverträge einführen: Vermieter:innen erhielten mehr Transparenz, Untermieter:innen stärkeren Schutz. Bei einer Verabschiedung könnten die Reformen Ausbeutung in einem überlasteten Mietmarkt eindämmen. Gleichzeitig würden sie die rechtlichen Unsicherheiten beseitigen, die durch das jüngste Urteil zu gewinnorientierten Untermietverträgen entstanden sind.

Quelle