Bundesregierung gerät wegen teurer PR-Berater unter Druck – Bartsch fordert Transparenz
Anton WolfBundesregierung gerät wegen teurer PR-Berater unter Druck – Bartsch fordert Transparenz
Die deutsche Bundesregierung steht wegen der Inanspruchnahme externer Kommunikationsberater in der Kritik. Der linke Bundestagsabgeordnete Dietmar Bartsch hat eine detaillierte Aufstellung der Ausgaben in den Ministerien und der Bundeskanzlei gefordert. Die Anfrage umfasst Kosten für Krisenkommunikation, Imageberatung und strategische Dienstleistungen.
Bartsch drängt auf Transparenz bei Verträgen und Ausgaben. Er vermutet, dass die Ampelkoalition das Ausmaß der Kosten verschleiern könnte, um negative Schlagzeilen zu vermeiden. Alternativ argumentiert er, die Anzahl der Verträge und die damit verbundenen Kosten seien schlicht zu umfangreich, um sie kurzfristig zu erfassen.
Staatssekretär im Finanzministerium Dennis Rohde (SPD) antwortete auf die Anfrage. Die Regierung erklärte, es sei „unmöglich“, die angeforderten Daten innerhalb einer Woche zusammenzustellen. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hat bereits bis zu 2,2 Millionen Euro jährlich für solche Dienstleistungen eingeplant.
Bartsch bezeichnete die Antwort als Beleidigung für Parlament und Steuerzahler. Zudem deutete er an, dass Berater unpopuläre Maßnahmen als Erfolge umdeuten könnten, während gleichzeitig bei Sozialausgaben gespart werde. Die Regierung hat die vollständigen angeforderten Unterlagen bisher nicht vorgelegt. Bartschs Kritik unterstreicht die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Transparenz. Die bereitgestellten Mittel für externe Berater bleiben ein Streitpunkt.
