11 April 2026, 12:05

Carbon statt Stahl: Leipziger Pilotprojekt revolutioniert die Betonherstellung bis 2029

Betongebäude mit einem Weg, umgeben von grünem Gras, Pflanzen, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Carbon statt Stahl: Leipziger Pilotprojekt revolutioniert die Betonherstellung bis 2029

Ein neues Projekt will die Betonproduktion revolutionieren – durch den Einsatz von Carbon statt Stahl. Unter der Leitung des Leipziger Unternehmens Kahnt & Tietze GmbH läuft die Initiative bis Ende 2029. Mit 14 Millionen Euro Bundesförderung plant das Team, in den nächsten vier Jahren eine Pilotanlage in Leipzig zu errichten.

Den Startschuss gab es im CUBE-Gebäude der TU Dresden, wo sich Forscher und Industriepartner trafen. Die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) und die TU Dresden arbeiten gemeinsam mit mehreren Unternehmen daran, die Technologie in den industriellen Maßstab zu überführen. Ziel ist es, carbonbewehrten Beton von der Laborphase in die Serienproduktion zu bringen.

Carbonbeton verbraucht deutlich weniger Ressourcen als herkömmlicher Stahlbeton – bis zu 80 Prozent weniger. Zudem ermöglicht er leichtere, schlankere und langlebigere Konstruktionen. Das könnte die Emissionen deutlich senken, denn Gebäude verursachen derzeit rund 40 Prozent der Treibhausgase in Deutschland.

In der Leipziger Pilotanlage sollen nun Produktionsverfahren erprobt und optimiert werden. Gelingt der Durchbruch, könnte die Technologie die Herstellung und Nutzung von Beton in der gesamten Bauwirtschaft verändern. Die Fertigstellung des Projekts ist für 2029 geplant; die Pilotanlage gilt als entscheidender Schritt zur breiten Markteinführung.

Durch die Einsparung von Material und Emissionen könnte Carbonbeton eine zentrale Rolle bei den deutschen Klimazielen spielen. Die Bundesförderung unterstreicht das Potenzial der Technologie für eine großflächige Anwendung.

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