25 June 2026, 16:02

Deutsche Bahn zwischen Führungswechsel, Systemkollaps und Italo-Konkurrenz

Von Behinderung bis zur Unternehmensrestrukturierung - harte Tage für die Bahn

Deutsche Bahn zwischen Führungswechsel, Systemkollaps und Italo-Konkurrenz

Deutsche Bahn steht vor erneuten Führungswechseln und operativen Herausforderungen. Der Volkswagen-Manager Michael Obrowski übernimmt als neuer Finanzvorstand des Bahnkonzerns – nur vier Monate, nachdem Karin Dohm das Amt verlassen hatte. Gleichzeitig kämpft das Unternehmen mit einem schweren Systemausfall und Verzögerungen bei Großprojekten.

Am Dienstagabend kam der Bahnverkehr in Deutschland plötzlich zum Erliegen. Ein Ausfall des Zugfunksystems ließ tausende Reisende bundesweit stranden.

Auch die Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla gerät zunehmend unter Druck. Der Aufsichtsrat stellt ihre Umstrukturierungspläne infrage, die eine radikale Verschlankung des Konzerns sowie eine Dezentralisierung der Verantwortung vorsehen.

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Das Projekt Stuttgart 21 erleidet einen weiteren Rückschlag. Statt wie ursprünglich geplant 2026 soll der neue Hauptbahnhof nun erst Ende 2031 fertiggestellt werden. Als Gründe für die fünfjährige Verzögerung nennen Verantwortliche komplexe Digitalisierungsprozesse und unausgereifte Planungen.

Zusätzlicher Wettbewerb zeichnet sich ab: Der italienische Anbieter Italo will 2028 in den deutschen Fernverkehr einsteigen und 30 Hochgeschwindigkeitszüge auf profitablen Strecken einsetzen – was die Fähigkeit der Bahn schwächen könnte, durch Quersubventionen den Regionalverkehr zu finanzieren.

Mit dem neuen Finanzchef steht die Deutsche Bahn vor der Aufgabe, Systemausfälle und Projektverzögerungen in den Griff zu bekommen. Der Markteintritt von Italo wird die finanzielle und operative Widerstandsfähigkeit des Unternehmens weiter auf die Probe stellen. Die kommenden Jahre werden entscheidend sein, um das deutsche Schienennetz zu stabilisieren.

Quelle