07 April 2026, 08:04

Deutsche Wirtschaft schwächelt: Wachstumsprognosen halbiert bis 2027

Schwarzer Hintergrund mit weißer Schrift, die "Forecasting vs Predicting: Predicting is about certainty, and forecasting is about appreciating uncertainty." lautet

Deutsche Wirtschaft schwächelt: Wachstumsprognosen halbiert bis 2027

Die Wirtschaftslage Deutschlands hat sich weiter eingetrübt: Fühende Forschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognosen für die kommenden zwei Jahre deutlich nach unten korrigiert. Explodierende Energiepreise, angetrieben durch geopolitische Spannungen, zwingen zu einer drastischen Abwärtsrevision der Erwartungen. Die aktualisierten Zahlen sagen nun ein deutlich schwächeres Wachstum voraus als bisher angenommen.

Sechs große Wirtschaftsforschungsinstitute aus Deutschland und Österreich veröffentlichten diese Woche ihre gemeinsame Frühjahresprognose. Darin halbierten sie die Wachstumsvorhersage für 2026 – von 1,2 auf nur noch 0,6 Prozent. Für 2027 sank die erwartete Steigerung der Wirtschaftsleistung von 1,4 auf 0,9 Prozent. Als Hauptgrund für den Abschwung nennen die Institute den Energieschock infolged der eskalierenden Iran-Krise.

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Trotz der gedämpften Aussichten betonte Timo Wollmershäuser vom ifo Institut, dass die staatlichen Ausgaben weiterhin die Binnennachfrage stützten. Der Bericht warnt jedoch vor kurzfristigen staatlichen Eingriffen zur Deckelung der Energiepreise. Stattdessen wird gezielte soziale Unterstützung für Haushalte gefordert, die mit hohen Rechnungen kämpfen.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche reagierte mit einem Aufruf zu umfassenden Reformen, um den geschwächten Wachstumsperspektiven entgegenzuwirken. Gleichzeitig bleibt die Inflation ein Problem: Die Verbraucherpreise sollen 2026 um 2,8 und 2027 um 2,9 Prozent steigen. Die eigenen Wirtschaftsprognosen der Regierung, basierend auf dieser Einschätzung, werden am 22. April vorgestellt.

Die revidierten Vorhersagen unterstreichen die anhaltenden Folgen der Energiepreisschwankungen für die deutsche Wirtschaft. Da nun bis 2027 nur noch ein schwaches Wachstum erwartet wird, stehen die Verantwortlichen vor der Herausforderung, finanzpolitische Hilfen mit langfristiger Stabilität in Einklang zu bringen. Der anstehende Regierungsbericht wird zeigen, wie Berlin diese Probleme angehen will.

Quelle