20 June 2026, 02:03

Die Linke ringt in Potsdam um Zukunftskurs und neue Führung

Linkspartei startet Parteitag in Potsdam

Die Linke ringt in Potsdam um Zukunftskurs und neue Führung

Die Linke beginnt Bundesparteitag in Potsdam mit Richtungsstreit

Am Freitag hat die Linkspartei ihren dreitägigen Bundesparteitag in Potsdam eröffnet. Im Mittelpunkt stehen zentrale inhaltliche Weichenstellungen sowie die Wahl einer neuen oder eines neuen Co-Vorsitzenden. Die Spannungen zwischen älteren und jüngeren Mitgliedern nehmen zu, da die Basis der Partei immer jünger und weiblicher wird.

Der Parteitag folgt auf die Ankündigung von Jan van Aken im April, aus gesundheitlichen Gründen als Co-Vorsitzender zurückzutreten. Er betonte damals, dass sein Gesundheitszustand nicht besorgniserregend sei. Sein Rückzug hat die Position neben der aktuellen Vorsitzenden Ines Schwerdtner freigemacht.

Bisher bewirbt sich nur der Bundestagsabgeordnete Luigi Pantisano um van Akens Nachfolge. Er strebt an, mindestens 70 Prozent der Delegiertenstimmen auf sich zu vereinen. Weitere Bewerber haben sich bislang nicht gemeldet.

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Auf der Tagesordnung stehen zudem außenpolitische Debatten, insbesondere die Haltung der Partei zur israelischen Regierung. Ein weiteres umstrittenes Thema ist die geplante Obergrenze für Abgeordnetendiäten. Dem Vorschlag zufolge sollen Parlamentarier künftig monatlich 2.950 Euro behalten dürfen, zuzüglich 350 Euro netto pro Kind oder pflegebedürftigem Angehörigen. Überschüssige Einnahmen fließen in einen sozialen Parteifonds.

In den vergangenen Jahren ist die Linkspartei jünger und weiblicher geworden. Dieser Wandel hat immer wieder zu Reibungen zwischen langjährigen Mitgliedern und Neuankömmlingen geführt. Der Parteitag wird nun die künftige Ausrichtung in Fragen von Führung, Programmatik und inneren Reformen prägen.

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