25 April 2026, 20:04

Emmendingen diskutiert neue Gebühren für Obdachlosenunterkünfte ab Mai 2026

Eine Karte der Vereinigten Staaten, die den Prozentsatz der Menschen zeigt, die obdachlos sind, begleitet von erklärendem Text.

Emmendingen diskutiert neue Gebühren für Obdachlosenunterkünfte ab Mai 2026

Emmendingens Stadtrat stimmt am 28. April 2026 über neue Gebühren für Obdachlosenunterkünfte ab

Die aktualisierten Sätze sollen sämtliche wohnungsbezogene Kosten decken, ohne dass das System Gewinne erwirtschaftet. Bei einer Zustimmung treten die Änderungen zum 1. Mai 2026 in Kraft.

Die vorgeschlagene Gebührenstruktur variiert je nach Standort: In der Unterkunft Hebelstraße 1 zahlen Bewohner künftig 22,50 Euro pro Quadratmeter und Monat, während die Einrichtung Am Sportfeld mit 22 Euro pro Quadratmeter etwas günstiger bleibt. Die große Bundesstraße-Unterkunft erhebt dagegen einen pauschalen Monatsbeitrag von etwa 439 Euro pro Person.

Die neuen Gebühren umfassen Miete, Nebenkosten, Wasser, Abfallentsorgung, Instandhaltung und Möblierung. Die Stadt betont, dass die Preise kostendeckend kalkuliert sind und keinen Gewinn abwerfen sollen. Die Unterkünfte bleiben eine Übergangslösung – langfristig soll den Bewohnern der Wiedereinstieg in den regulären Wohnungsmarkt gelingen.

Doch der angespannte Mietmarkt in Emmendingen könnte diesen Prozess erschweren. Die begrenzte Verfügbarkeit von Wohnraum könnte die Reintegration der auf Unterkünfte angewiesenen Menschen verzögern.

Die Abstimmung am 28. April entscheidet, ob die neuen Sätze eingeführt werden. Bei einer Annahme gelten die Gebühren ab dem 1. Mai 2026 und decken dann alle Wohnkosten für die Bewohner ab. Die Stadt hält die Anpassungen für notwendig, um den Betrieb der Einrichtungen nachhaltig und ohne Gewinnabsicht zu sichern.

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