Anwalt weist Kritik von Paris Jackson zurück - Familienstreit um Michael-Jackson-Biopic eskaliert vor Kinostart
Streit um Michael Jacksons Vermächtnis eskaliert vor Veröffentlichung des Michael-Biopics
Die seit Langem schwelende Kontroverse um das Erbe von Michael Jackson hat sich vor dem Kinostart des Michael-Biopics weiter zugespitzt. Paris Jackson, die Tochter des verstorbenen Sängers, kritisiert wiederholt die Produktion des Films und wirft den Testamentsvollstreckern des Nachlasses finanzielle Fehlverwaltung vor. Die juristischen Vertreter des Nachlasses kontern scharf und bezeichnen ihre Vorwürfe als haltlos – während sie gleichzeitig auf ihr beträchtliches Erbe verweisen.
Der Michael-Biopic mit Jaafar Jackson in der Hauptrolle des Pop-Ikonen kommt nach Jahren der Auseinandersetzungen schließlich am 23. April 2026 in die deutschen Kinos. Der Film zeichnet Jacksons Aufstieg vom Wunderkind zum weltweiten Superstar nach, mit Nia Long als Katherine Jackson und Colman Domingo als Joe Jackson. Doch seit der Ankündigung im Jahr 2023 stößt das Projekt auf vehementen Widerstand aus der Jackson-Familie.
Paris Jackson ist die lautstärkste Kritikerin – sie stellt die Handhabung des Films durch den Nachlass infrage. Im September 2025 nutzte sie Instagram, um jede Beteiligung zu dementieren, und geißelte Änderungen am Drehbuch, die Besetzung von Miles Teller als ihre eigene Figur sowie die überhöhten Produktionskosten. Zudem warf sie dem Testamentsvollstrecker John Branca – der über keine Filmerfahrung verfügt – vor, unnötige Nachdrehs voranzutreiben. Brancas Team wies ihre Bedenken im März 2026 als "unsinnig" zurück und verwies darauf, dass sie bereits 65 Millionen Dollar aus dem Nachlass erhalten habe und künftig noch weit mehr erben werde.
Doch nicht nur Paris erhebt Einwände: Auch Janet Jackson übt nach einer privaten Vorführung scharfe Kritik am Film und gerät damit in Konflikt mit ihrem Bruder Jermaine, der das Projekt angeblich unterstützt. Die Medienberichterstattung konzentriert sich auf die anhaltenden Spannungen in der Familie – eine Versöhnung scheint in weiter Ferne. Die Anwälte des Nachlasses verteidigen den Biopic und argumentieren, es wäre "verantwortungslos", auf eine große Leinwandadaption von Jacksons Leben zu verzichten.
Hinzu kommen finanzielle Streitigkeiten: Paris wirft Branca und dem weiteren Testamentsvollstrecker John McClain vor, Gelder falsch verwaltet und mangelnde Transparenz gezeigt zu haben. Die juristischen Vertreter des Nachlasses entgegnen, sie habe bereits erhebliche Summen erhalten, und deuten ihre öffentlichen Äußerungen als medienwirksame Taktik statt als berechtigte Kritik.
Der Michael-Biopic startet nun in den Kinos – begleitet von anhaltenden Familienzwistigkeiten und juristischen Auseinandersetzungen. Paris Jacksons Vorwürfe gegen die Entscheidungen des Nachlasses – von der Besetzung bis zu den Finanzen – bleiben ungeklärt, während die Testamentsvollstrecker betonen, der Film ehre das Vermächtnis des Sängers. Da keine Besserung der Beziehungen in Sicht ist, wird der Streit den Filmstart und künftige Projekte des Nachlasses wohl weiter überschatten.






