25 June 2026, 02:04

FDP-Spitzenstreit: Warum Hagens Interview mit der Jungen Freiheit die Partei spaltet

Ex-FDP-Justizministerin bezeichnet JF als 'No-go-Zone'

FDP-Spitzenstreit: Warum Hagens Interview mit der Jungen Freiheit die Partei spaltet

FDP-Generalsekretär Martin Hagen steht in der Kritik, weil er der rechtsextremen Publikation Junge Freiheit ein Interview gegeben hat. Der Schritt löste innerhalb und außerhalb der Partei eine Debatte aus, wobei sich einige Mitglieder gegen eine Annäherung an die AfD aussprachen. Prominente Stimmen haben sich seitdem zu der Kontroverse geäußert.

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Hagen verteidigte seine Entscheidung und argumentierte, die Junge Freiheit sei weder unseriös noch verfassungsfeindlich. Zudem bedauerte er, dass die Gesellschaft – insbesondere während der Amtszeit von Angela Merkel – die Fähigkeit zum sachlichen Streitgespräch verloren habe.

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, ehemalige Justizministerin unter Merkel, verurteilte das Interview scharf. Sie warnte davor, dass der Dialog mit der Jungen Freiheit die AfD salonfähig machen könnte. Die FDP-Spitze distanzierte sich umgehend von der AfD: Hagen schloss jede Zusammenarbeit aus und betonte, die Partei komme nicht als möglicher Bündnispartner infrage.

Laut Der Spiegel könnte das Interview gegen eine journalistische Trennlinie verstoßen haben. Sabine Döring sagte ihre Teilnahme an einer von der FDP organisierten Podiumsdiskussion ab und begründete dies mit Bedenken gegenüber der gewählten Plattform. Susanne Seehofer hingegen unterstützte das Interview und unterstrich die Bedeutung des Dialogs über die üblichen Kreise hinaus.

Das Gespräch hat die Gräben vertieft, wie mit rechtsextremen Medien umgegangen werden soll. Zwar bekräftigte die FDP ihre Ablehnung der AfD, doch interne Uneinigkeit bleibt bestehen. Die Debatte zeigt die anhaltenden Spannungen über politische Abgrenzung und Dialogbereitschaft auf.

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