28 April 2026, 04:04

Frankfurter Prozess: Gruppe soll schwule Männer über Dating-Apps in Fallen gelockt haben

Plakat mit fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das "Rape Ain't Right: Sexual Assault is a Serious Issue" lautet, eingerahmt von einem schwarzen Rand.

Frankfurter Prozess: Gruppe soll schwule Männer über Dating-Apps in Fallen gelockt haben

Sechs Angeklagte warten am Landgericht Frankfurt (Oder) auf das Urteil in einem Prozess, der wegen der Schwere der vorgeworfenen Taten und des jungen Alters der Beteiligten besondere Aufmerksamkeit erregt hat. Ihnen wird vorgeworfen, über Dating-Apps gezielt schwule Männer ausfindig gemacht und brutal beraubt zu haben.

Die Gruppe soll demnach gefälschte Profile auf Dating-Plattformen angelegt haben, um ihre Opfer an abgelegene Orte zu locken. Dort wurden die Männer laut Anklage dann überfallen, beraubt und misshandelt. Unter den Angeklagten befinden sich drei junge Erwachsene und drei Jugendliche, deren Identität aufgrund ihres Alters teilweise geschützt bleibt.

Teile der Verhandlung fanden aus demselben Grund unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Ermittler bestätigten, dass es keine Hinweise auf eine organisierte kriminelle Vereinigung oder politische Motive gibt. Die Taten scheinen eigenständig begangen worden zu sein.

Die Urteilsverkündung ist für Dienstag, 9:00 Uhr, in einer öffentlichen Sitzung angesetzt.

Im Mittelpunkt des Prozesses stehen schwere Vorwürfe wegen Raub und Gewalt gegen schutzbedürftige Personen. Das Urteil wird über die rechtlichen Konsequenzen für die sechs Angeklagten entscheiden. Die öffentliche Bekanntgabe des Spruchs ist für den Dienstagmorgen vorgesehen.

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