GHD verkauft Logistiktochter Sangro an dänischen Investor Axcel
Die GHD GesundHeits GmbH Deutschland hat ihre Logistiktochter Sangro an die Private-Equity-Gesellschaft Axcel verkauft. Der Schritt markiert eine bedeutende Wende für das Unternehmen, das sich damit auf sein Kerngeschäft im Bereich der häuslichen Pflege konzentriert. Mit diesem Verkauf trennt sich GHD von fast der Hälfte seines Jahresumsatzes.
Das 1992 gegründete Unternehmen hat in den vergangenen Jahren erhebliche Veränderungen durchlaufen. Der schwedische Investor Nordic Capital übernahm GHD 2014 und leitete eine Reihe von Desinvestitionen ein. 2018 veräußerte das Unternehmen seine Sterilisationssparte an den Konkurrenten Zytoservice. Bis 2024 folgten weitere Verkäufe, darunter das Gesundheitszentrum OTB in Lindlar und der Pflegedienstleister Forlife.
Die in Erkrath ansässige Logistikdivision war lange der am stärksten wachsende Bereich von GHD. Während die häusliche Pflege 2024 einen Umsatz von 218 Millionen Euro erzielte, steuerten Großhandel und Logistik 263 Millionen Euro bei. Allein Sangro erwirtschaftete rund 546 Millionen Euro – der Verkauf stellt somit einen finanziell bedeutenden Schritt dar.
Die dänische Beteiligungsgesellschaft Axcel baut seit 2020 ihre Investitionen im Gesundheitssektor aus. Mit einem verwalteten Kapital von über 4,8 Milliarden Euro hält das Unternehmen Anteile an 26 Firmen in neun Fonds. Die Übernahme von Sangro ist Axcels erste Plattforminvestition in Deutschland und der elfte Deal im Rahmen des Fonds Axcel VII. Im Zuge der Vereinbarung werden GHD und Axcel eine mehrjährige Beschaffungs- und Kooperationspartnerschaft aufrechterhalten.
Der Verkauf von Sangro vereinfacht die Unternehmensstruktur von GHD und ermöglicht eine stärkere Fokussierung auf die häusliche Pflege. Zwar wird der Umsatz des Unternehmens deutlich sinken, doch die Transaktion entspricht seiner langfristigen Strategie. Axcel hingegen festigt mit dem Zukauf seine Position auf dem deutschen Gesundheitsmarkt.






