Hitzewelle in Brandenburg: Warum die Straßen jetzt besonders gefährdet sind
Anton WolfHitzewelle in Brandenburg: Warum die Straßen jetzt besonders gefährdet sind
Brandenburgs Straßen leiden unter Hitzewelle: Erhöhtes Risiko durch weichen Asphalt und Ernteverkehr
Die Straßen in Brandenburg sind durch die anhaltende Hitzewelle verstärkten Belastungen ausgesetzt. Der Landesbauernverband warnt vor zusätzlichem Druck auf ohnehin schon anfällige Strecken, da nun die Getreideernte beginnt. Steigende Temperaturen lassen den Asphalt aufweichen, was die Gefahr von Oberflächenschäden erhöht.
Bei extremer Hitze können Straßenbeläge über 60 Grad Celsius erreichen. Kühlt die Fahrbahndecke nachts nicht ausreichend ab, verliert der Bindemittel im Asphalt an Stabilität – die Folge sind Verformungen wie Spurrinnen, Beulen oder herausbrechende Fahrbahnstücke.
Das Verkehrsministerium ruft Lkw- und Landmaschinenfahrer dazu auf, ihre Routen während der Hitzeperiode besonders sorgfältig zu planen. Wo möglich, sollten Fahrten in die kühleren Tageszeiten verlegt werden. Im Süden Brandenburgs hat die Getreideernte bereits begonnen, was zu vermehrtem landwirtschaftlichem Verkehr auf den Straßen führt.
Beschädigte Fahrbahnoberflächen, loser Asphalt und Splitt auf frisch instand gesetzten Abschnitten erhöhen das Unfallrisiko – besonders für Motorradfahrer. Die Behörden raten zu erhöhter Vorsicht auf stark befahrenen Strecken und empfehlen, unnötige Belastungen der Fahrbahn zu vermeiden. Die Kombination aus hohen Temperaturen und gestiegenem Verkehrsaufkommen könnte die Straßenzustände weiter verschlechtern. Autofahrer müssen wachsam bleiben, um Unfälle und weitere Schäden zu verhindern.
