Hubig fordert schärfere Internetregeln für besseren Jugendschutz
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig fordert strengere Jugendschutzmaßnahmen im Internet
Die Ministerin kritisiert, dass die aktuellen Regeln für soziale Medien und Online-Spiele Versäumnisse beim Schutz von Minderjährigen aufweisen. Eine neue Umfrage zeigt, dass die Bevölkerung mehrheitlich härtere Maßnahmen befürwortet.
Laut dem Verbraucherreport 2026 herrscht große Unzufriedenheit mit den bestehenden Schutzmechanismen: 87 Prozent der Befragten bewerten die Bemühungen der Regierung in den Bereichen soziale Medien und Online-Gaming als „schlecht“ oder „sehr schlecht“. Hubig betonte, die Mehrheit der Deutschen sei überzeugt, dass mehr getan werden müsse, um Kinder und Jugendliche in der digitalen Welt zu schützen.
Die Sorgen der Bevölkerung beschränken sich jedoch nicht auf soziale Netzwerke. 74 Prozent fordern strengere Verbraucherschutzregeln für Minderjährige im Bereich Ernährung. 82 Prozent halten die Politik für versagt, wenn es um den finanziellen Schutz junger Menschen geht. Eine deutliche Mehrheit von 79 Prozent verlangt zudem mehr Engagement der Politik, um Jugendliche im Internet besser abzusichern.
Hubig verwies darauf, dass milliardenschwere Plattformen mit manipulativen Algorithmen höheren Standards unterliegen sollten als lokale Kneipen oder Imbisse. Die bisherigen Regelungen würden von der Öffentlichkeit als unzureichend wahrgenommen. In Kürze wird die Fachkommission für Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt ihre Ergebnisse vorlegen.
Die Umfrage unterstreicht den breiten gesellschaftlichen Wunsch nach einem besseren Jugendschutz in mehreren Bereichen. Die aktuellen Maßnahmen der Regierung werden von einer großen Mehrheit als ungenügend bewertet. Hubigs Appell zu mehr Handlungsdruck spiegelt den wachsenden Reformbedarf wider.






