Junge Union fordert radikale Steuerreform mit 20-Milliarden-Entlastung
Tobias SeidelJunge Union fordert radikale Steuerreform mit 20-Milliarden-Entlastung
Johannes Winkel, Vorsitzender der Jungen Union, hat in einem aktuellen Interview eine umfassende Steuerreform gefordert. Seine Äußerungen erschienen am 28. Juni 2026 um 13:22 Uhr im Stern. Statt überstürzter, halbherziger Lösungen plädierte er für mutige Veränderungen.
Winkel betonte, dass eine Steuerreform Entlastungen von über 20 Milliarden Euro bringen müsse. Zudem unterstützt er einen Vorschlag von Yannick Bury und Florian Dorn aus dem April, der eine Senkung der Steuerlast sowie das Ende staatlicher Subventionen vorsieht.
Die Subventionen sollen seiner Meinung nach flächendeckend in allen Branchen abgebaut werden – nicht nur in ausgewählten Wirtschaftszweigen. Sowohl die SPD als auch seine eigene Partei, die Union, dürften dabei keine Bevorzugungen vornehmen, so Winkel. Als positives Beispiel für gelungene parteiübergreifende Zusammenarbeit nannte er die Rentenkommission.
Anders als Teile des Wirtschaftsflügels seiner Partei zeigt sich Winkel bei der Steuerreform kompromissbereit. Dennoch bevorzugt er eine grundlegende Neugestaltung nach der Sommerpause gegenüber einem schwachen Kompromiss davor. Sollte es keine ausreichenden Fortschritte geben, wäre er sogar bereit, das Vorhaben ganz zu begraben.
Das Interview unterstreicht Winkels Forderung nach mehr Gerechtigkeit und Weitsicht in der Finanzpolitik. Seine Haltung setzt klare Maßstäbe für die Verhandlungen innerhalb seiner Partei und darüber hinaus. Die von ihm unterstützten Pläne zielen darauf ab, sowohl das Steuersystem als auch die staatliche Förderpolitik grundlegend zu reformieren.
