Kinder- und Jugendarbeit in Gefahr: Verband droht wegen Geldmangel die Schließung
Tobias WernerKinder- und Jugendarbeit in Gefahr: Verband droht wegen Geldmangel die Schließung
Der Verband für Kinder- und Jugendarbeit (VKJH) steht vor der Schließung – Grund ist eine chronische Unterfinanzierung. Die Zentrale des Verbands kämpft seit Jahren ohne stabile finanzielle Unterstützung. Nun warnt die Organisation, dass ihre 17 Einrichtungen und 27 Projekte in Gefahr sein könnten.
Der VKJH beschäftigt 90 fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und arbeitet mit 150 freien Mitarbeitenden zusammen. Dennoch kann er die grundlegenden Verwaltungskosten nicht decken. Um zu überleben, wären jährlich zusätzliche 120.000 Euro nötig – unter anderem für eine Geschäftsführung und eine administrative Stelle.
Die Bildungsbehörde der Stadt hat beschlossen, die Stelle der Ombudsstelle neu auszuschreiben. Dieser Schritt gefährdet das Büro OHA! Anwalt für Kinder- und Jugendrechte, das seit 2021 jährlich rund 300 Beratungen durchgeführt hat. Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe (BNO) hat Bedenken gegen das erneute Vergabeverfahren geäußert.
Zudem plant die Behörde, die Jugendombudsstelle mit einer neuen Ombudsstelle für Kitas zusammenzulegen. Falls bis Ende Juni keine Finanzierungslösung gefunden wird, könnte der VKJH seine Aktivitäten auf die Stadtbezirke verlagern.
Ohne dringende finanzielle Unterstützung droht dem VKJH die Schließung. Sollte die Neuausschreibung der Ombudsstelle voranschreiten, könnte auch diese Stelle wegfallen. Die Zukunft der Organisation und ihrer Angebote bleibt ungewiss.






