Lidl revolutioniert Marketing mit datengesteuerter Retail-Media-Strategie für mehr Verkäufe
Tobias WernerLidl revolutioniert Marketing mit datengesteuerter Retail-Media-Strategie für mehr Verkäufe
Lidl führt eine neue Retail-Media-Struktur ein, um Marketingmaßnahmen direkt in Verkäufe für seine Markenpartner umzuwandeln. Das System nutzt First-Party-Daten, um sicherzustellen, dass Werbung Kunden genau dann erreicht, wenn sie am ehesten kaufbereit sind. Sowohl im stationären Handel als auch online zielt der Ansatz darauf ab, unnötige Ausgaben zu reduzieren und gleichzeitig die Effektivität zu steigern.
Die Umstellung ist Teil einer umfassenden Initiative, um Retail Media fest in die Kernaktivitäten von Lidl zu integrieren und eine einheitliche Plattform für seine 12.600 Filialen in 31 Ländern zu schaffen. Das aktualisierte Modell basiert auf anonymisierten Verkaufsdaten in Kombination mit zielgruppengerechter Werbeplatzierung. Partner erhalten nun Zugang zu Erkenntnissen, die auf realem Kaufverhalten beruhen – von den physischen Läden über die App bis hin zum Onlineshop von Lidl. Diese detaillierten Informationen ermöglichen eine präzisere Erfolgsmessung als herkömmliche Methoden.
Linus Hinzmann, Leiter Kundenbeziehungen und Senior Vice President bei Lidl International, bezeichnete den Wandel als "den nächsten Schritt im Point-of-Sale-Marketing". Statt breiter Kampagnen können Marken ihre Botschaften nun gezielt dort platzieren, wo Kunden aktiv über einen Kauf nachdenken. Gleichzeitig wird unnötige Streuung vermieden, sodass Marketingbudgets effizienter eingesetzt werden.
Lidls Schritt folgt einem branchenweiten Trend, bei dem datengesteuerte Werbung zunehmend zum Kern der Unternehmensstrategien wird. Die neue Omnichannel-Plattform des Unternehmens steht im Einklang mit ähnlichen Bestrebungen der Schwesterkette Kaufland, die über 1.600 Filialen in acht Ländern betreibt – vor allem in Mittel- und Osteuropa. Beide Marken gehören zur Schwarz Gruppe mit Sitz in Neckarsulm, Deutschland.
Die neu strukturierte Media-Strategie verschafft Lidls Partnern klarere Einblicke in das Kundenverhalten. Indem Werbung mit konkreten Kaufmomenten verknüpft wird, soll das System die Conversion-Raten verbessern und Ineffizienzen verringern. Langfristig geht es darum, Marketingausgaben für die mit Lidl zusammenarbeitenden Marken vorhersehbarer und ergebnisorientierter zu gestalten.






