19 June 2026, 12:04

Marzahner Pride Week feiert Jubiläum trotz rechtsextremer Bedrohungen

"Sichtbarkeit ist Widerstand"

Marzahner Pride Week feiert Jubiläum trotz rechtsextremer Bedrohungen

Marzahner Pride Week feiert siebtes Jubiläum mit Parade als Höhepunkt

Die Marzahner Pride Week geht in ihr siebtes Jahr – mit einer Parade als zentralem Event. Der Umzug startet um 12 Uhr an der Allee der Kosmonauten und wird mit Eröffnungsreden von Vanessa Krah und Gordon Lemm eingeleitet. Veranstaltet wird die Pride von Quarteera e.V., die queere Stimmen aus Osteuropa, Zentralasien und dem Kaukasus in den Mittelpunkt stellt.

Die Parade bildet den Auftakt des Tagesprogramms. Ab 14:30 Uhr folgt ein queeres Nachbarschaftsfest mit Konzerten, DJs, Streetfood und weiteren Aktivitäten.

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Marzahn, ein Bezirk mit hohem Migrantenanteil, verzeichnet zunehmend Bedrohungen gegen marginalisierte Gruppen. Das Berliner Register diskriminierender Vorfälle dokumentiert vermehrt rechtsextreme Propaganda und Akteure in der Region. 2022 sah sich die Marzahner Pride mit Drohungen der neonazistischen Gruppe Deutsche Jugend Voran (DJV) konfrontiert.

Vanessa Krah, Queer-Beauftragte Marzahns, ruft trotz fehlender organisierter Gegenproteste in diesem Jahr zur Wachsamkeit auf. Bundesweit wurden 2023 fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen in Deutschland von rechtsextremen Gruppen angegriffen, gestört oder eingeschüchtert.

Parade und Fest stehen für die Feier queerer Kultur und Solidarität. Angesichts vergangener Bedrohungen und des wachsenden rechtsextremen Klimas bleiben die Veranstalter:innen jedoch vorsichtig. Die Pride unterstreicht die Bedeutung von Sichtbarkeit und Gemeinschaft angesichts anhaltender Herausforderungen.

Quelle