Massive Unterrichtsausfälle an Thüringer Schulen sorgen für politische Empörung
Luisa HofmannMassive Unterrichtsausfälle an Thüringer Schulen sorgen für politische Empörung
Mehrere weiterführende Schulen unter der Zuständigkeit des Staatlichen Schulamts Westthüringen mussten in diesem Frühjahr massive Unterrichtsausfälle hinnehmen. An mehreren Einrichtungen lag die Ausfallquote bei über 20 Prozent, wobei viele Stunden nicht nachgeholt wurden. Die Situation hat Kritik von lokalen Politikern ausgelöst und eine Reaktion der Landesregierung hervorgerufen.
An der Ersten Gemeindeschule in Bad Salzungen fielen im Frühjahrstrimester 24,2 Prozent des Unterrichts aus. Noch höher war die Quote an der Staatlichen Regelschule Dermbach mit 25,7 Prozent. Auch die Regelschule Geisa war stark betroffen: Hier wurden im Frühjahrstrimester 2025/26 insgesamt 21,2 Prozent der Stunden ohne Ersatz gestrichen.
Besonders betroffen waren an der Regelschule Geisa die Fächer Englisch, Mathematik und Sport. Der CDU-Politiker Martin Henkel bezeichnete die Lage als „inakzeptabel“. Er forderte das Staatliche Schulamt Westthüringen auf, schnell zu handeln und die Ausfälle bis zum Beginn des neuen Schuljahres deutlich zu reduzieren.
Die Landesregierung hat das Problem anerkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet, darunter eine verbesserte Personalgewinnung und die vorübergehende Einstellung von Lehrkräften, um den Mangel zu beheben.
Dennoch bleiben viele Schülerinnen und Schüler in zentralen Fächern ohne Ersatzunterricht. Besonders stark betroffen sind weiterhin die Schulen in Geisa, Bad Salzungen und Dermbach. Sowohl die Schulbehörde als auch die Landesregierung stehen unter Druck, die Probleme bis zum Start des neuen Schuljahres zu lösen.






