Tialini schließt letzten Standort – das Ende einer gescheiterten Restaurant-Träumerei
Tobias WernerTialini schließt letzten Standort – das Ende einer gescheiterten Restaurant-Träumerei
Tialini, die italienische Restaurantkette, die einst Deutschland erobern wollte, ist nun komplett vom Markt verschwunden. Der letzte verbleibende Standort in Karlsruhe schloss am 19. März 2026 seine Türen – das Ende eines ehrgeizigen, aber kurzlebigen Unterfangens.
Gegründet wurde Tialini 2013 vom ehemaligen Porsche-Chef Wendelin Wiedeking, mit dem Ziel, eine Marktlücke mit hochwertigem Essen und Service zu füllen. Ursprünglich waren bis zu 100 Standorte in Großstädten wie Berlin, Hamburg, München und Köln sowie in Regionen wie Nordrhein-Westfalen und Bayern geplant. Doch tatsächlich eröffneten in Deutschland nur fünf Restaurants.
Bereits Mitte 2025 zeichnete sich der Niedergang ab. Alena Wiedeking, die Schwiegertochter von Wendelin Wiedeking und Geschäftsführerin von Tialini, kündigte im Juli an, dass sich das Unternehmen aus dem deutschen Gastronomiemarkt zurückziehen werde. Nach und nach schlossen die Filialen in Ludwigshafen, Wiesbaden, Stuttgart und Freiburg ihre Pforten.
Am 19. März 2026 folgte schließlich der letzte Standort in Karlsruhe. Einige der leer stehenden Räumlichkeiten wurden bereits von Konkurrenten übernommen, darunter L'Osteria, das in die ehemaligen Tialini-Standorte in Stuttgart und Ludwigshafen einzog.
Mit dem Rückzug von Tialini endet ein Projekt, das einst rasantes Wachstum versprach. Übrig bleiben einige umgenutzte Restaurantflächen und ein Markt, der längst weitergezogen ist. Pläne für eine Neuauflage oder Expansion gibt es derzeit nicht.






