22 March 2026, 02:03

Tialini schließt letzten Standort – das Ende einer gescheiterten Restaurant-Träumerei

Ein Restaurantinnenraum mit hölzernen Tischen und Stühlen in der Nähe eines großen Fensters, das auf eine Straße in Berlin mit Fußgängern, Gebäuden und städtischen Elementen hinausgeht.

Tialini schließt letzten Standort – das Ende einer gescheiterten Restaurant-Träumerei

Tialini, die italienische Restaurantkette, die einst Deutschland erobern wollte, ist nun komplett vom Markt verschwunden. Der letzte verbleibende Standort in Karlsruhe schloss am 19. März 2026 seine Türen – das Ende eines ehrgeizigen, aber kurzlebigen Unterfangens.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Gegründet wurde Tialini 2013 vom ehemaligen Porsche-Chef Wendelin Wiedeking, mit dem Ziel, eine Marktlücke mit hochwertigem Essen und Service zu füllen. Ursprünglich waren bis zu 100 Standorte in Großstädten wie Berlin, Hamburg, München und Köln sowie in Regionen wie Nordrhein-Westfalen und Bayern geplant. Doch tatsächlich eröffneten in Deutschland nur fünf Restaurants.

Bereits Mitte 2025 zeichnete sich der Niedergang ab. Alena Wiedeking, die Schwiegertochter von Wendelin Wiedeking und Geschäftsführerin von Tialini, kündigte im Juli an, dass sich das Unternehmen aus dem deutschen Gastronomiemarkt zurückziehen werde. Nach und nach schlossen die Filialen in Ludwigshafen, Wiesbaden, Stuttgart und Freiburg ihre Pforten.

Am 19. März 2026 folgte schließlich der letzte Standort in Karlsruhe. Einige der leer stehenden Räumlichkeiten wurden bereits von Konkurrenten übernommen, darunter L'Osteria, das in die ehemaligen Tialini-Standorte in Stuttgart und Ludwigshafen einzog.

Mit dem Rückzug von Tialini endet ein Projekt, das einst rasantes Wachstum versprach. Übrig bleiben einige umgenutzte Restaurantflächen und ein Markt, der längst weitergezogen ist. Pläne für eine Neuauflage oder Expansion gibt es derzeit nicht.

Quelle