Netanyahu-Verschwörungstheorien: Warum ein kurzes Video neue Spekulationen schürt
Tobias WernerNetanyahu-Verschwörungstheorien: Warum ein kurzes Video neue Spekulationen schürt
Ein kurzes Videoclip hat die Online-Spekulationen über den Verbleib und den Gesundheitszustand des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu neu entfacht. Nutzer in sozialen Medien haben alte Behauptungen wiederaufgegriffen, er sei möglicherweise bereits im März gestorben – die Theorien reichen von einem Raketenangriff bis hin zu einem am Boden festgehaltenen Privatjet in Berlin.
Die jüngste Diskussionwelle begann, nachdem Tuomas Malinen, Professor an der Universität Helsinki, eine Umfrage veröffentlicht hatte, in der er Netanyahus Status infrage stellte. Einige Nutzer verwiesen auf einen Raketenangriff am 8. März als möglichen Zeitpunkt seines Todes, andere behaupteten, sein Privatjet sei wochenlang in Berlin gestrandet gewesen. Zu den Spekulationen gehörten sogar Vermutungen über einen Double oder durch KI generierte Auftritte.
Netanyahu selbst nahm am 27. März 2026 in einem Video Stellung zu den Gerüchten – ein Clip, den manche fälschlicherweise als KI-erzeugt bezeichneten. Zuvor war er bereits am 9. und 10. März öffentlich in Erscheinung getreten und hatte das Nationale Gesundheitskommandocenter besucht. Trotz dieser Auftritte fielen Zuhörern in seinem jüngsten Video ungewöhnliche Sprachmuster und Formulierungen auf.
Die israelische Regierung hat bisher keine offizielle Stellungnahme des Außenministeriums zu den Spekulationen abgegeben. Frühere Berichte – unabhängig von den aktuellen Behauptungen – hatten enthüllt, dass Netanyahu den damaligen US-Präsidenten Donald Trump einst davon überzeugt hatte, ein militärischer Einsatz könnte das iranische Regime stürzen.
Bisher gibt es keine bestätigten Beweise für die Theorien über Netanyahus Tod oder Verschwinden. Er ist seit den ersten Märzerwürfen mindestens zweimal öffentlich aufgetreten, doch Fragen zu seiner Sprache und der Authentizität der Videos bleiben bestehen. Die israelische Regierung schweigt weiterhin zu dem Thema.






