Neue Initiative GeKo Rhein Wupper jagt organisierte Kriminalität und Sozialbetrug in NRW
Luisa HofmannNeue Initiative GeKo Rhein Wupper jagt organisierte Kriminalität und Sozialbetrug in NRW
Neue regionale Initiative GeKo Rhein Wupper gestartet: Gemeinsamer Kampf gegen organisierte Kriminalität und Sozialbetrug
Mit der neuen Initiative GeKo Rhein Wupper gehen zehn Städte nun gemeinsam gegen organisierte Kriminalität und Sozialbetrug vor. Das von Wuppertal aus koordinierte Projekt setzt auf Datenaustausch und präventive Maßnahmen, um illegale Machenschaften grenzüberschreitend zu bekämpfen. Bereits jetzt wurden zahlreiche Fälle von Scheinwohnsitzen und Immobilienbetrug in der Region aufgedeckt.
Offiziell an den Start gegangen ist GeKo Rhein Wupper vergangene Woche mit einer Zentrale in Wuppertal. Das vom Land geförderte Programm vernetzt zunächst zehn beteiligte Städte: Bergisch Gladbach, Haan, Hilden, Langenfeld, Leichlingen, Leverkusen, Mettmann, Monheim, Neuss und Solingen. Größere Nachbarstädte wie Düsseldorf, Köln oder Wuppertal selbst könnten später folgen, da sie ebenfalls im Einzugsbereich von Rhein und Wupper liegen.
Eine aktuelle Gemeinschaftsaktion in Langenfeld, geleitet von Oliver Konsierke, brachte betrügerische Wohnsitzkonstruktionen ans Licht. Allein im Stadtteil Reusrath wurden 12 Scheinadressen identifiziert, die auf EU-Bürger aus Osteuropa registriert waren – diese Meldungen werden nun storniert. In Richrath deckten die Ermittler einen Verstoss gegen Meldevorschriften auf, der mit einem mutmaßlichen falschen Vaterschaftsanerkennungsverfahren sowie nicht genehmigten Baumaßnahmen zusammenhing. An einer dritten Adresse bestand der Verdacht, dass Scheinanmeldungen genutzt wurden, um Einwanderungsregeln zu umgehen.
Weitere Untersuchungen förderten unerlaubte Nutzungsänderungen von Immobilien zutage, die gegen das Wohnraumstärkungsgesetz verstoßen. Sieben Personen stehen aufgrund unklarer rechtlicher Verhältnisse weiterhin im Fokus der Behörden – hier gibt es Hinweise auf nicht angemeldete Arbeitsverhältnisse und gewerbliche Nutzungen. In Langenfeld fielen den Ermittlern zudem ungewöhnliche Investitionstrends auf, etwa der Kauf großzügiger Immobilien, die nicht zu den angegebenen Einkünften der Käufer passten.
Zentrales Ziel der Initiative ist die Verbesserung der behördenübergreifenden Zusammenarbeit. Durch den Echtzeit-Austausch von Daten sollen Strafverfolgungsbehörden schneller gegen organisierte Kriminalität, Sozialbetrug und andere Straftaten vorgehen können.
Bisher hat GeKo Rhein Wupper bereits multiple Betrugsfälle und illegale Wohnpraktiken aufgedeckt. Mit zehn aktiv beteiligten Städten und der Option auf Erweiterung will das Projekt die regionale Widerstandsfähigkeit gegen Kriminalität stärken. In den kommenden Monaten werden die Behörden weitere verdächtige Anmeldungen und Immobilienmissbräuche prüfen.






