26 June 2026, 06:02

Neuköllns Bürgermeister Hikel tritt nicht wieder an – Wolter übernimmt trotz Social-Media-Eklat

Hikel äußert Missbilligung gegenüber SPD-Bezirksrat

Neuköllns Bürgermeister Hikel tritt nicht wieder an – Wolter übernimmt trotz Social-Media-Eklat

Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel hat bekannt gegeben, nicht erneut für das Amt kandidieren zu wollen – Grund ist mangelnde Rückendeckung in der eigenen Partei. Seine Entscheidung ebnet der Bezirksstadträtin für Bildung, Janine Wolter, den Weg, als seine Nachfolgerin anzutreten. Die SPD-Führung hat sie bereits nominiert, und ihre Kandidatur wurde auf einem Parteitag bestätigt.

Der Führungswechsel erfolgt, nachdem Hikel Wolter wegen ihrer Aktivitäten auf Instagram offiziell gerügt hatte. Sie hatte Beiträge eines politischen Influencers geliked oder geteilt, der für einseitige Israel-Kritik bekannt ist. Das Bezirksamt prüfte daraufhin ihre Social-Media-Nutzung nach dienstrechtlichen Vorschriften – ausgelöst durch eine offizielle Anfrage der CDU-Fraktion.

Wolter räumte ein, im Oktober 2025 einen einzelnen Beitrag in einer Story geteilt zu haben, die nach 24 Stunden wieder verschwand. Sie versicherte, sich künftig nicht mehr mit Inhalten des Influencers zu befassen. Hikel kritisierte, sie habe nicht die notwendige Zurückhaltung und Neutralität bewahrt, die von einer Bezirksstadträtin erwartet werde.

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Trotz der Kontroverse betonte Wolter ihr Bekenntnis zu den Menschenrechten – sowohl in Israel als auch in Palästina.

Wolter bleibt die von der SPD aufgestellte Kandidatin für die Nachfolge Hikels als Bezirksbürgermeisterin. Die Debatte um ihre Social-Media-Aktivitäten hat ihre Kandidatur nicht gefährdet. Die offizielle Rüge und die öffentliche Diskussion zeigen, wie stark das Online-Verhalten von Amtsträgern unter Beobachtung steht.

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