20 March 2026, 18:05

Preisdeckel für Medikamente bleibt bis 2026 – mit kleinen Entlastungen für Pharmafirmen

Blauer Hintergrund mit weißer Schrift und einem Logo, das besagt: "19 Millionen Amerikaner sparen geschätzt 400 Dollar pro Jahr an Arzneimittelkosten."

Preisdeckel für Medikamente bleibt bis 2026 – mit kleinen Entlastungen für Pharmafirmen

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) wird die Preisdeckelung und die verpflichtenden Rabatte auf verschreibungspflichtige Medikamente bis 2026 beibehalten. Mit dieser Entscheidung soll die Stabilität der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gewährleistet werden. Gleichzeitig wurden jedoch Anpassungen vorgenommen, um die finanzielle Belastung der Pharmaunternehmen zu verringern und die Verfügbarkeit lebenswichtiger Arzneimittel zu sichern.

Die Preisdeckelung war ursprünglich eingeführt worden, um die steigenden Kosten im Gesundheitswesen einzudämmen. Nach den geltenden Regelungen müssen Hersteller den Krankenkassen Rabatte gewähren, während Apotheken für ausstehende Beträge aufkommen – etwa wenn ein Unternehmen insolvent wird. Diese in der Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV) festgelegten Abschläge umfassen unter anderem eine pauschale Kürzung von 1,77 Euro pro Rezept. Allein im Jahr 2024 sparten diese Maßnahmen dem GKV-System 2,19 Milliarden Euro ein.

Um den Bedenken der Branche Rechnung zu tragen, führt das BMG nun einen Inflationsausgleich ein. Dadurch erhalten Pharmaunternehmen 2025 eine Entlastung in Höhe von 170 Millionen Euro und voraussichtlich weitere 79 Millionen Euro im Jahr 2026. Zudem wurde die Preisdeckelung für Immunglobuline gelockert, um Versorgungsengpässe zu vermeiden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Unternehmen, die unter den aktuellen Regelungen besonders leiden, können künftig Befreiungen beantragen, sofern die finanzielle Belastung als unzumutbar eingestuft wird. Zudem sind Preisverhandlungen für neue Medikamente möglich, sofern therapeutische Alternativen existieren, es sich um Kinderarzneimittel handelt oder die Versorgungssicherheit gefährdet ist. Dennoch würde eine vollständige Aufhebung der Preisdeckelung den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz bis 2026 auf 2,9 Prozent steigen lassen, wie Ministeriumsprognosen zeigen.

Die verlängerte Preisdeckelung und die Rabattpflicht werden weiterhin die Ausgaben der GKV senken. Pharmaunternehmen erhalten durch den Inflationsausgleich und mögliche Befreiungen teilweise Entlastung. Das BMG betont, dass diese Maßnahmen notwendig seien, um die Krankenkassenbeiträge auch in den kommenden Jahren stabil zu halten.

Quelle