Preisfhler an Shell-Tankstelle lockt Kunden mit Billig-Sprit an
An einer Shell-Tankstelle in Straubenhardt sorgte am Mittwochabend ein Preisfhler für Verwirrung, nachdem die Spritkosten dort weit unter dem bundesweiten Durchschnitt lagen. Kunden tankten zu ungewöhnlich niedrigen Preisen – 1,87 Euro für Superbenzin und 1,81 Euro für Super E10 –, bevor der Fehler bemerkt wurde. Der Vorfall zeigt, wie schnell Preisabweichungen zu rechtlichen Konsequenzen für Tankstellen führen können.
Der Fehler trat an einer einzelnen Shell-Station auf, wo die Zapfsäulenpreise kurzzeitig deutlich unter die üblichen Sätze in Deutschland fielen. Rund 100 Autofahrer nutzten die günstigeren Preise während des dreistündigen Zeitfensters, bis das Problem behoben wurde.
Nach deutschem Recht ist der an der Zapfsäule angezeigte Preis der rechtlich verbindliche Betrag – selbst wenn er von der Haupttafel abweicht. Tankstellen müssen sicherstellen, dass sowohl die Zapfsäule als auch die große Preistafel denselben Betrag anzeigen. Stimmt dies nicht überein, wird Kunden geraten, das Problem umgehend dem Stationsleiter zu melden.
Solche Abweichungen können zu offiziellen Abmahnungen oder sogar Klagen führen. Die Spritpreise in Deutschland haben in den letzten Jahren stark geschwankt, wobei Super E10 seit 2023 zwischen 1,75 und 1,95 Euro pro Liter lag. Bis Mitte März 2026 trieben jedoch die Spannungen in der Straße von Hormus und der Israel-Iran-Konflikt die Preise auf über 2,00 Euro pro Liter – ein deutlicher Anstieg gegenüber den Werten zu Jahresbeginn.
Der Vorfall in Straubenhardt erinnert an die strengen Vorschriften zur Preiskennzeichnung an Tankstellen. Betreiber riskieren rechtliche Konsequenzen, wenn die angezeigten Preise nicht mit denen an der Zapfsäule übereinstimmen. Gleichzeitig treiben die allgemeinen Marktentwicklungen die Kosten weiter in die Höhe: Super E10 erreichte bis zum 17. März 2,040 Euro pro Liter.






