Rhein erreicht Rekordtemperaturen – Behörden schränken Abwärme ein
Rekordtemperaturen im Rhein: Behörden schlagen Alarm
Die Wassertemperaturen im Rhein sind aufgrund der aktuellen Hitzewelle stark angestiegen. Am Montag erreichte der Fluss eine durchschnittliche Tageswassertemperatur von 25 °C, woraufhin die Behörden aktiv wurden. Das Landesamt für Umwelt beobachtet die Lage nun genau und veröffentlicht tägliche Updates zu den wichtigsten Kennwerten.
Umweltministerin Christine Schneider bestätigte, dass die steigenden Lufttemperaturen direkt zu höheren Wassertemperaturen führen. Als Reaktion haben die Behörden die Stufe 1 des Aktions- und Informationsplans bei hohen Wassertemperaturen ausgelöst.
In dieser Warnstufe wurden Unternehmen, die Abwärme in den Fluss einleiten, informiert und aufgefordert, ihre thermischen Emissionen zu reduzieren. Die Prognosen deuten darauf hin, dass sich der Rhein in den kommenden Tagen weiter erwärmen wird – in Mainz könnten die Temperaturen auf bis zu 27 °C steigen. Dies würde die Ausrufung von Warnstufe 2 nach sich ziehen.
Höhere Warnstufen sind in den letzten Jahren keine Seltenheit mehr. Stufe 2 wurde 2018, 2019 und 2022 ausgerufen, Stufe 3 sogar bereits 2018 erreicht. Erhöhte Wassertemperaturen können den Sauerstoffgehalt verringern, was Ökosysteme belastet und Fische sowie andere Tierarten in Bedrängnis bringt.
Das Landesamt für Umwelt überwacht weiterhin Temperatur, Sauerstoffgehalt und Durchflussmengen. Unternehmen wurden aufgefordert, ihre Wärmeeinleitungen zu drosseln, um die Belastung für die Flussökosysteme zu verringern. Bei weiterem Temperaturanstieg und Überschreiten kritischer Schwellen könnten strengere Maßnahmen folgen.






