Sabotagewelle legt Deutschlands Bahnnetz lahm – wer steckt dahinter?
Deutschlands Bahnnetz wird seit Jahren von einer Welle mutmaßlicher Sabotageakte heimgesucht. Allein im Jahr 2025 verzeichneten die Behörden 93 gezielte Anschläge auf die Verkehrsinfrastruktur. Die Vorfälle führten zu erheblichen Betriebsstörungen und lösten bundesweit Sicherheitsbedenken aus.
Die Angriffe begannen bereits vor Jahren, mit wiederholten Zwischenfällen spätestens seit 2022. Im Januar 2025 löste ein Brand in einem Kabelkanal im Berliner Bezirk Wuhlheide massive Einschränkungen im Regionalverkehr aus. Nur wenige Wochen später entgleiste ein Güterzug zwischen Essen und Oberhausen, nachdem Saboteure die Gleisanlagen manipuliert hatten.
Bis Mitte 2025 hatte sich das Problem ausgeweitet. Ende Juli führten zwei Kabelbrände auf der Strecke zwischen Duisburg und Düsseldorf zu Sperrungen und Zugausfällen. Im folgenden Monat durchtrennten mutmaßliche Täter Kabel, die Weichen und Signale in der Nähe des Bahnhofs Coburg steuerten.
Im September 2025 durchschnitten unbekannte Angreifer mehrere Kabel entlang einer Bahnstrecke bei Leverkusen und legten damit ein Stellwerk lahm. Noch im selben Herbst verübten zwei Ukrainer im Auftrag Russlands Sprengstoffanschläge auf eine Bahnstrecke zwischen Warschau und Lublin. Eine an den Schienen angebrachte Metallklemme ließ die führende Achse einer Lokomotive entgleisen – nur kurz darauf sollte ein Konvoi der US-Streitkräfte dieselbe Route passieren.
Das Bundeskriminalamt (BKA) stuft diese Vorfälle als vorsätzliche Sabotage ein. Die wiederholten Angriffe haben die Infrastruktur beschädigt und den Bahnverkehr schwer beeinträchtigt. Die Ermittler suchen weiterhin nach den Motiven und den Verantwortlichen.






