20 June 2026, 12:02

Sachsen-Anhalt setzt auf ausländische Arbeitskräfte – 308 Prozent mehr Betriebe als vor zehn Jahren

Eine wachsende Zahl von Unternehmen in Sachsen-Anhalt setzt auf internationale Mitarbeiter - fast 9 % aller Beschäftigten kommen nicht aus Deutschland

Sachsen-Anhalt setzt auf ausländische Arbeitskräfte – 308 Prozent mehr Betriebe als vor zehn Jahren

Zahl der Betriebe mit ausländischen Beschäftigten in Sachsen-Anhalt stark gestiegen

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In Sachsen-Anhalt hat sich die Anzahl der Unternehmen, die ausländische Arbeitskräfte beschäftigen, deutlich erhöht. Innerhalb des letzten Jahrzehnts stieg die Zahl um 308 Prozent. Dennoch stellen fast drei Viertel der Betriebe nach wie vor kein Personal aus dem Ausland ein.

Im Juni 2025 lag die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten ausländischen Arbeitnehmer in Sachsen-Anhalt um 5.560 höher als ein Jahr zuvor. Aktuell stammt knapp ein Zehntel der Erwerbstätigen in der Region aus dem Ausland. Mittlerweile beschäftigt jedes vierte Unternehmen internationale Arbeitskräfte – mehr als doppelt so viele wie noch 2015.

Vor allem größere Betriebe treiben diese Entwicklung voran. Sie stellen eher ausländische Mitarbeiter ein als kleinere Unternehmen. Zudem verzeichnete Sachsen-Anhalt zwischen 2020 und 2025 ein stärkeres Wachstum bei der Beschäftigung von Ausländern als andere ostdeutsche Bundesländer.

Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt–Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, betont die Bedeutung von Zuwanderung. Angesichts der demografischen Entwicklung seien ausländische Arbeitskräfte für den regionalen Arbeitsmarkt unverzichtbar, so Behrens. Zudem sehe er die Einstellung internationaler Fachkräfte als strategischen Schritt, um dem Fachkräftemangel in der Region entgegenzuwirken.

Der Anstieg der ausländischen Beschäftigung spiegelt den Wandel der Arbeitswelt in Sachsen-Anhalt wider. Immer mehr Unternehmen sind auf internationale Arbeitskräfte angewiesen, um offene Stellen zu besetzen. Angesichts der anhaltenden demografischen Herausforderungen wird dieser Trend voraussichtlich weiter anhalten.

Quelle