"Saturday Night Live UK" startet mit politischer Farage-Satire in Downing Street
Anton Wolf"Saturday Night Live UK" startet mit politischer Farage-Satire in Downing Street
Die Premiere von Saturday Night Live UK startete mit einem mutigen politischen Sketch, der im Jahr 1946 spielte. Schauspieler Peter Serafinowicz stand im Mittelpunkt – zunächst verkleidet als Labour-Chef Keir Starmer, bevor er sich als Nigel Farage entpuppte. Der Cold Open entwarf eine Zukunftsvision, in der Farage britischer Premierminister wird, während Ayoade Bamgboye Kemi Badenoch als seine Stellvertreterin verkörperte.
Die Szene begann in einer fiktiven Downing Street, wo Al Nash als Winston Churchill die Show einleitete. Serafinowicz, anfangs noch als Starmer getarnt, legte die Maske schnell ab und mimte Farage mit dessen markanter Selbstsicherheit. Daraufhin wechselte das Setting zu einer düsteren Utopie der britischen Politik: Farage und Badenoch diskutierten umstrittene Pläne wie Massenabschiebungen, Bevölkerungsreduzierung und einen hypothetischen Waffenstillstand, vermittelt von Donald Trump.
George Fouracres und Celeste Dring spielten Starmer und Angela Rayner, die aus der Vergangenheit anreisten, um die verheerenden Verluste der Labour-Partei bei Kommunalwahlen mitzuerleben. Das Duo wurde mit einer trostlosen Zukunft konfrontiert, in der Farages Reform UK die Politik dominiert. Als weitere satirische Spitze bereiteten sich Farage und Badenoch auf eine „Hetero-Pride-Parade“ vor.
Der Sketch erschien vor dem Hintergrund realer Erfolge von Farages Reform-Partei bei jüngsten Kommunalwahlen – was der Parodie eine besonders scharfe Note verlieh. Mit einer Mischung aus Humor und treffender Gesellschaftskritik setzte die Sendung Farage symbolisch ins Amt des Premierministers und spiegelte so den Aufstieg von Reform UK sowie die Schwächephase der Labour-Partei wider. Die Premiere gab mit ihrer satirischen Aktualität den Ton für Saturday Night Live UK vor – frech, pointiert und nah an der politischen Realität.






