SkF schließt nach über 100 Jahren Beratungsstelle in Braunschweig – Caritas übernimmt
Tobias WernerSkF schließt nach über 100 Jahren Beratungsstelle in Braunschweig – Caritas übernimmt
Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) schließt nach über einem Jahrhundert Beratungsstelle in Braunschweig
Nach mehr als 100 Jahren Dienst schließt der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) seine Beratungsstelle in Braunschweig. Die Entscheidung fällt angesichts finanzieller Zwänge – Ende des Monats werden die Türen endgültig geschlossen. Trotz des Engagements von Ehrenamtlichen und Mitarbeitenden wird der Standort komplett aufgegeben.
Besonders bekannt war die Schwangerschafts- und Familienberatung des SkF. Allein im vergangenen Jahr suchten dort fast 330 Frauen und Familien Rat. Die Einrichtung bot zudem Projekte wie „Elternpraxis mit Babysimulatoren“ und „Frühe Hilfen“ im Stadtteil Westlicher Ring an – beide in einwandfreiem Zustand, doch bisher ohne Nachfolge.
Ab dem 1. Juli übernimmt der Caritasverband die Beratungsangebote am selben Standort in der Kasernenstraße 30. Für die betreuten Frauen ändert sich wenig, außer dem Briefkopf. Karen Vogel, die scheidende SkF-Geschäftsführerin und Schwangerschaftsberaterin, wird ihre Tätigkeit in Teilzeit unter dem Dach von Caritas fortsetzen.
Der SkF dankte allen Spenderinnen, Spendern und Stiftungen für die langjährige Unterstützung, darunter der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und der Stiftung Großes Waisenhaus.
Mit der Schließung endet eine lange Tradition des SkF in Braunschweig. Die Beratungsangebote werden durch Caritas nahtlos weitergeführt – die Zukunft der übrigen Projekte bleibt jedoch ungewiss.
