18 March 2026, 01:09

Steuererklärung per Klick: Ab 2026 wird sie so einfach wie Online-Shopping

Ein handgeschriebener Zettel auf Papier mit einer Umsatzspanne, einem Jahr und einem Verzeichniseintrag für einen Goldschmied namens Timothy Daries, der sich auf Clifford Street, Bond Street befindet.

Steuererklärung per Klick: Ab 2026 wird sie so einfach wie Online-Shopping

Steuererklärung in Deutschland wird ab nächstem Jahr deutlich einfacher

Ab dem 1. Juli 2026 können Steuerzahler ihre Steuererklärung mit nur einem Klick über die MeinELSTER -App einreichen. Bundesfinanzminister Dr. Danyal Bayaz verspricht, dass das neue System den Prozess so unkompliziert wie Online-Banking oder Einkaufen machen und damit Stress abbauen wird.

Die Neuerung ist Teil einer umfassenden Modernisierung der Steuerverwaltung. Elf Bundesländer – darunter Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen – nutzen bereits das ELSTER-Portal für Grundsteuerbescheide. Auch Bayern beteiligt sich, obwohl es ein eigenes Modell verfolgt. Weitere Regionen wie Hamburg, Niedersachsen und Hessen könnten in Zukunft ähnliche digitale Lösungen einführen.

Das zentrale Feature, okELSTER, startet im Sommer 2026 zunächst für kinderlose Einzelpersonen. Es greift automatisch auf die benötigten Daten zu und erstellt einen Entwurf der Steuererklärung für Arbeitnehmer oder Rentner. Voraussetzung ist lediglich ein aktiver ELSTER-Account.

Der gesamte Ablauf wird vollständig digital, sicher und papierlos sein. Durch Automatisierung beschleunigen sich die Steuerbescheide, was den manuellen Aufwand in den Finanzämtern verringert. Besonders Baden-Württemberg treibt die Digitalisierung voran, um Bürokratie abzubauen.

Ziel des neuen Systems ist es, die Steuererklärung schneller und effizienter zu gestalten. Ab Mitte 2026 werden berechtigte Steuerzahler ihre Erklärung in Minuten statt in Stunden erledigen können. Die Umstellung spiegelt Deutschlands allgemeinen Trend zu schlanken, digitalen Verwaltungsdienstleistungen wider.

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AKTUALISIERUNG

Digitale Steuerbescheinigungen verzögert: Was Steuerzahler wissen müssen

Die Pflicht zur ausschließlichen Verwendung von digitalen Steuerbescheinigungen wurde von 2026 auf 2027 verschoben und schafft damit ein Übergangsjahr für Steuerzahler. Wichtige Entwicklungen sind:

  • Ursprünglicher Plan für ausschließliche digitale Steuerfestsetzungen ab 2026 gestrichen aufgrund technischer Verzögerungen
  • 2026 bleibt optional: Steuerzahler können weiterhin Papierbescheinigungen wählen, auch wenn digitale Einreichungen vorgenommen werden
  • Rechtliche Änderung: Finanzämter dürfen ab 2026 digitale Bescheinigungen ohne Zustimmung des Steuerzahlers anbieten
  • Bundesrat genehmigt die Verzögerung am 19. Dezember 2025 und formalisiert das neue 2027-Fristziel