26 April 2026, 22:04

Streit um NGO-Förderung: Bundesregierung kürzt Mittel für linke Projekte und löst Transparenz-Debatte aus

Offenes Buch mit handgeschriebener Schrift auf altem Papier, das Wasserzeichen aufweist, wahrscheinlich ein Dokument der Bundesrepublik Deutschland.

Streit um NGO-Förderung: Bundesregierung kürzt Mittel für linke Projekte und löst Transparenz-Debatte aus

Die deutsche Bundesregierung steht wegen Änderungen bei der Finanzierung von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) in der Kritik. Familienministerin Karin Prien strich kürzlich 200 Projektförderungen, was bei den betroffenen Organisationen auf scharfe Ablehnung stieß. Gleichzeitig kürzte auch das Innenministerium die Unterstützung für einige linke Gruppen – und nährte damit Befürchtungen, es könne politische Einflussnahme auf die Vergabe öffentlicher Mittel geben.

Auslöser für die Umbrüche war eine Anfrage der AfD, die detaillierte Angaben zu Ministeriumsförderungen zwischen 2020 und 2026 verlangt hatte. Die Regierung lehnte dies mit Verweis auf den Arbeitsaufwand und die gemischte Nutzung digitaler und analoger Akten in den Bundesbehörden ab. Stattdessen veröffentlichte das Innenministerium eine 39-seitige Liste geförderter NGOs, darunter Namen wie die Amadeu Antonio Stiftung, Correctiv und Die Falken.

Die Aufstellung zeigte, dass Projekte zu Themen wie "Queerness", "Antirassismus" oder Debatten über deutsche Geschichte unterstützt wurden. Die sozialistische Jugendorganisation Die Falken erhielt etwa Gelder für Initiativen wie Audream, eine "mobile antirassistische Bibliothek". Innenminister Alexander Dobrindt strich jedoch anschließend die Mittel für einige Organisationen, darunter die Amadeu Antonio Stiftung und Radikale Töchter.

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Eine vollständige Übersicht aller geförderten Projekte existiert nicht, was die Kontrolle erschwert. Informationen lassen sich nur durch Einzelanfragen oder verstreute Ministeriumsdatenbanken zusammenpuzzeln. Als Reaktion veröffentlichten NGOs einen offenen Brief, in dem sie vor "schwerwiegenden Folgen" warnten, falls Programme wie Demokratie leben! politisiert würden.

Die Förderkürzungen hinterlassen viele Organisationen in Unsicherheit über ihre Zukunft. Ohne zentrale Dokumentation bleibt die Nachverfolgung von Unterstützungen eine Herausforderung. Die Streichungen verdeutlichen zudem die anhaltenden Spannungen zwischen Ministerien und NGOs – insbesondere bei den Fragen nach Transparenz und politischer Neutralität in der öffentlichen Förderung.

Quelle