Ulms Haushalt 2025: Mehr Steuern, doch die Schulden explodieren weiter
Tobias WernerUlms Haushalt 2025: Mehr Steuern, doch die Schulden explodieren weiter
Trotz steigender Steuereinnahmen für 2025 bleibt Ulms Haushalt unter Druck. Zwar verzeichnete die Stadt ein Plus von 25 Millionen Euro, doch der Großteil davon wurde durch steigende Kosten und unvorhergesehene Ausgaben aufgezehrt. Beamte warnen nun vor einer Verschärfung der Schulden- und Liquiditätsprobleme.
Ein Zuwachs von 25 Millionen Euro bei den Steuereinnahmen brachte Ulm in diesem Jahr kaum Entlastung. Der Großteil des Anstiegs – rund 192 Millionen Euro – stammte aus höheren Gewerbesteuern. Nach den Pflichtabführungen an Bund und Land blieben der Stadt jedoch nur 25 Millionen Euro für den eigenen Haushalt.
Fast das gesamte zusätzliche Geld wurde schnell wieder aufgebraucht. Allein unvorhergesehene und Notfallausgaben beliefen sich auf etwa 12,6 Millionen Euro. Explodierende Kosten und finanzielle Verpflichtungen ließen kaum Spielraum für Investitionen oder Rücklagen.
Auch die Schuldenlage der Stadt hat sich dramatisch verschlechtert. 2025 stieg die Kreditaufnahme um rund 31 Millionen Euro, sodass die Gesamtverschuldung auf 129 Millionen Euro anwuchs. Das entspricht fast der doppelten Schuldenlast von vor zwei Jahren und dem höchsten Stand seit 2007. Gleichzeitig schrumpft die Liquidität weiter und verstärkt die finanzielle Belastung.
In der Folge konnte Ulm erneut keine Mittel für den Sanierungs- und Modernisierungsfonds zurücklegen. Die Haushaltsrechnung 2025 bestätigt, dass keine Gelder für künftige Instandhaltungen oder Modernisierungen bereitgestellt wurden.
Die Zahlen für 2025 unterstreichen die anhaltenden Finanznöte Ulms. Trotz höherer Steuereinnahmen haben steigende Schulden und unerwartete Ausgaben die verfügbaren Mittel aufgezehrt. Ohne Kurskorrektur wird sich der finanzielle Druck auf die Stadt in den kommenden Jahren weiter verschärfen.






