Verbraucherpreise sinken im Juni erneut – doch nicht überall
Verbraucherpreise in Deutschland sinken im Juni voraussichtlich um 0,3 Prozent
Damit würde der Rückgang der Preise den sechsten Monat in Folge anhalten. Der Trend spiegelt sich in den veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Land wider.
Im Mai lag die Inflationsrate in Deutschland bei 2,6 Prozent. Für Juni wird erwartet, dass das jährliche Wachstum der Verbraucherpreise auf 2,3 Prozent sinkt. Trotz des allgemeinen Rückgangs gab es in einigen Bereichen jedoch Preisanstiege.
Die Energiepreise stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,4 Prozent. Auch die Lebensmittelpreise zogen leicht um 0,4 Prozent an. Deutlich stärker legten die Kosten für Dienstleistungen zu, die um 3,1 Prozent stiegen. Die Kerninflation, die volatile Posten wie Energie und Lebensmittel ausklammert, blieb hingegen stabil bei 2,5 Prozent.
Die Daten zeichnen ein gemischtes Bild der Inflation in Deutschland: Zwar sinken die Preise insgesamt von Monat zu Monat, doch in bestimmten Kategorien bleibt der Aufwärtsdruck bestehen. Die Jahresrate liegt weiterhin über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent.
