Warum dieses CDU-AfD-Foto Berlins Politik in Aufruhr versetzt
Ein aktuelles Foto des CDU-Politikers Guido Heuer mit dem AfD-Mitglied Ulrich Siegmund hat in Berlin für Aufsehen gesorgt. Die Aufnahme, die die beiden in einem vertrauten Gespräch zeigt, stellt die politische Isolation der AfD infrage. Die Partei verzeichnet mittlerweile eine Zustimmung von 29 Prozent und liegt damit neun Punkte vor der CDU.
Auf dem Bild ist zu sehen, wie Heuer Siegmund während einer Podiumsdiskussion die Hand auf die Schulter legt. Ein defektes Mikrofon hatte beide gezwungen, sich nah zueinander zu beugen. Beide wirkten entspannt im Austausch.
Das Foto löste in Berlins Politikkreisen Bestürzung aus. Es steht symbolisch für einen Bruch der inoffiziellen Barriere, die andere Parteien gegenüber der AfD aufrechterhalten hatten. CDU-Vertreter entschuldigten sich später für die Aufnahme – doch solche Gesten werden seltener.
Eva von Angern, Fraktionschefin der Linken auf Landesebene, warnte vor jeglichem körperlichen Kontakt mit AfD-Mitgliedern. Unterdessen wächst die Umfragestärke der Partei weiter. Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September erscheint eine absolute Mehrheit nun möglich.
Auch Markus Lanz, Moderator eines beliebten ZDF-Podcasts, kritisierte die offene Ächtung von AfD-Politikern. Beobachter stellen fest, dass der politische „Kordon sanitaire“ in Berlin bröckelt und sein Ende absehbar scheint.
Mit 29 Prozent führt die AfD derzeit die bundesweiten Umfragen an, die CDU liegt neun Punkte zurück. Das Foto von Heuer und Siegmund markiert einen Wandel im Umgang der etablierten Parteien mit der AfD.






