31 March 2026, 16:11

Wirtschaftsexperte Truger warnt vor Preisschock durch Golfkonflikt und fordert Sofortmaßnahmen

Eine Grafik, die die Geldpolitik des Euros zeigt, mit verschiedenen Farben für unterschiedliche Politikstufen und begleitendem Text.

Wirtschaftsexperte Truger warnt vor Preisschock durch Golfkonflikt und fordert Sofortmaßnahmen

Deutschlands führender Wirtschaftsexperte Achim Truger warnt vor einem schweren Preisschock durch den Golfkonflikt und fordert rasches Handeln, um eine Verschärfung der Krise zu verhindern. Seine Vorschläge umfassen eine Mischung aus fiskalpolitischen Maßnahmen und EU-weiter Unterstützung, um die Wirtschaft vor weiteren Schäden zu schützen.

Truger plädiert für eine abgestimmte Reaktion von Regierungen und Sozialpartnern, um zu verhindern, dass ein starker Inflationsschub in eine Lohn-Preis-Spirale mündet. Um die Belastung zu verringern, schlägt er die Einführung eines zeitlich befristeten Inflationsausgleichsbonus vor, der steuer- und sozialabgabenfrei wäre. Dies soll Einmalzahlungen statt dauerhafter Lohnerhöhungen fördern.

Auf EU-Ebene regt er Unterstützungsmechanismen für Mitgliedstaaten mit begrenzten Haushaltsspielräumen an. Dies knüpft an frühere Krisenreaktionen an, wie den 30-Milliarden-Euro-ETS-Investitionsbooster während der Pandemie, der einkommensschwächeren Ländern half, die Dekarbonisierung zu finanzieren. Die EU stellte zudem seit 2022 jährlich 16 Milliarden Euro an zentraler Hilfe für die Ukraine bereit, zusätzlich zu 27,5 Milliarden Euro an bilateraler Unterstützung der Mitgliedstaaten, um eine Staatspleite abzuwenden.

Zur Bekämpfung der steigenden Kosten empfiehlt Truger, Preisbremse für Gas, Öl und Strom wieder einzuführen. Diese sollten übermäßige Preissprünge deckeln, ohne Anreize für Energiesparen zu schwächen. Nur der Grundbedarf würde subventioniert. Zudem spricht er sich für eine Aussetzung der Schuldenbremse und die Nutzung der Notfallklausel aus, um gezielte, kurzfristige Hilfen zu finanzieren.

Falls diese Maßnahmen umgesetzt würden, könnte die Europäische Zentralbank (EZB) auf weitere Zinserhöhungen verzichten, so Truger. Dies würde die ohnehin belastete Wirtschaft zusätzlich entlasten.

Trugers Vorschläge zielen darauf ab, einen breiteren wirtschaftlichen Abschwung zu verhindern. Durch die Kombination aus fiskalischer Flexibilität, Preisregulierung und EU-gestützter Unterstützung soll der Plan die Märkte stabilisieren, ohne die Schuldenlast zu verschärfen. Das Ziel ist es, Haushalte und Unternehmen vor den schlimmsten Folgen des Preisschocks zu schützen.

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