Apothekenbranche altert rasant: Jeder dritte Apotheker kurz vor Rente
Tobias WernerApothekenbranche altert rasant: Jeder dritte Apotheker kurz vor Rente
Deutschlands Apothekenbranche steht vor einer alternden Belegschaft: Fast ein Drittel der Apotheker nähert sich dem Rentenalter. Die Entwicklung spiegelt einen breiten Wandel auf dem Arbeitsmarkt wider, wo in den kommenden Jahren Millionen Beschäftigte ihre Jobs verlassen werden. Neue Daten zeigen, wie ältere Fachkräfte das Feld zunehmend prägen.
Die aktuellen Zahlen belegen, dass 30 Prozent der Apotheker in Deutschland 56 Jahre oder älter sind – ein höherer Anteil als im bundesweiten Durchschnitt, wo etwa jeder vierte Beschäftigte zwischen 55 und 64 Jahre alt ist. Innerhalb der Branche entfällt der größte Teil, 13,5 Prozent, auf die Altersgruppe zwischen 56 und 60 Jahren.
Apotheker zwischen 31 und 35 Jahren stellen 12,5 Prozent der Belegschaft, dicht gefolgt von der Gruppe der 36- bis 40-Jährigen. Junge Fachkräfte unter 30 Jahren machen dagegen nur 10,7 Prozent aus. Das Durchschnittsalter der Apotheker in öffentlichen Apotheken liegt bei 48,4 Jahren, wobei Männer im Schnitt etwas älter sind als Frauen.
Noch höher ist das Durchschnittsalter bei Apothekenleitern: Sie sind im Mittel 53,6 Jahre alt. Dieser Trend passt ins Gesamtbild des deutschen Arbeitsmarktes, wo bis 2039 rund 13,4 Millionen Beschäftigte – fast ein Drittel der Erwerbstätigen des Vorjahres – die gesetzliche Altersgrenze von 67 Jahren erreichen werden.
Die Überalterung in den Apotheken wirft Fragen zur künftigen Personalversorgung auf. Angesichts des hohen Anteils kurz vor der Pensionierung stehender Apotheker könnte die Branche bald mit Fachkräftemangel konfrontiert sein. Gleichzeitig unterstreichen die Daten die gesamtwirtschaftliche Herausforderung einer alternden Belegschaft in Deutschland.






