25 March 2026, 10:04

Telematikinfrastruktur: Deutschland verschiebt Frist für Therapeuten auf 2027

Ein Collage von sechs lächelnden Menschen verschiedenen Alters, Geschlechts und ethnischer Herkunft mit dem Text "Die Zukunft der Gesundheit beginnt bei Ihnen" darüber.

Telematikinfrastruktur: Deutschland verschiebt Frist für Therapeuten auf 2027

Deutschland hat die Frist für Therapeuten und Anbieter medizinischer Hilfsmittel zur Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) des Landes verschoben. Als neuer Stichtag gilt nun der 1. Oktober 2027 – betroffene Unternehmen erhalten damit zwei zusätzliche Jahre zur Vorbereitung. Die Verlängerung folgt auf anhaltende Probleme mit Softwarefehlern, IT-Störungen und engen Zeitplänen, die viele Anbieter daran gehindert hatten, den ursprünglichen Zeitrahmen einzuhalten.

Die Fristverlängerung erfolgt nach wiederholten Rückschlägen bei der Einführung elektronischer Verordnungen für Therapie- und Heilmittel. Lediglich 26 Prozent der Krankenhäuser erfüllen derzeit die vollständigen Anforderungen für die elektronische Patientenakte (ePA), während weitere 19 Prozent nicht vor 2026 mit der Umsetzung rechnen. Diese Verzögerungen haben die Integration telemedizinischer Dienstleistungen über die TI und das nationale GesundheitsID-System ausgebremst.

Die Anbieter sahen sich mit zahlreichen Hindernissen konfrontiert, darunter fehlerhafte Software-Updates, Datenschutzbedenken sowie bürokratische Hürden wie die vierteljährliche Einreichung elektronischer Gesundheitskarten. Da rund 90.000 Lieferanten betroffen sind, begrüßen Branchenverbände die zusätzliche Zeit. Der Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten bezeichnete die Verschiebung als Chance, die Infrastruktur zu verbessern und Nutzerinnen und Nutzern mehr Vorteile zu bieten.

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Für den IT-Dienstleister Cherry bedeutet die Verzögerung Millionenverluste bei den Umsätzen. Um die Auswirkungen abzufedern, treibt das Unternehmen lukrative Ersatzprojekte voran und konzentriert sich auf softwarebasierte Lösungen. Unterdessen hat das Deutsche Medizinische Rechenzentrum (DMRZ) Unternehmen dazu aufgefordert, sich bereits vor dem neuen Stichtag freiwillig an die TI anzuschließen.

Die verlängerte Frist gibt den Anbietern nun bis Oktober 2027 Zeit, um sich an die TI anzubinden. Die zusätzliche Zeit soll dazu dienen, technische und administrative Probleme zu lösen und gleichzeitig die Funktionalität des Systems zu verbessern. Unternehmen wie Cherry passen ihre Strategien an, um finanzielle Einbußen zu begrenzen und einen reibungsloseren Übergang zu unterstützen.

Quelle