Brantner wirbt nach FDP-Debakel um enttäuschte Liberale in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz
Luisa HofmannBrantner wirbt nach FDP-Debakel um enttäuschte Liberale in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz
Franziska Brantner, die Co-Vorsitzende der Grünen, hat ehemalige Wähler der Freien Demokratischen Partei (FDP) aufgerufen, ihre politische Unterstützung zu überdenken. Ihr Appell erfolgt nach den schweren Verlusten der FDP bei den Landtagswahlen am 15. März 2026. Die Partei verfügt nun in zwei wichtigen Landesparlamenten über deutlich weniger Sitze.
Besonders stark war der Rückgang der FDP in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. In Stuttgart schrumpfte die Fraktion von zwölf auf nur noch drei Sitze – ein Verlust von neun Abgeordneten. In Mainz fiel die Partei von sechs auf zwei Mandate, vier weniger als zuvor. Insgesamt verlor die FDP im Vergleich zur Wahl 2021 dreizehn Sitze.
Brantner äußerte sich nach dem Ausscheiden der FDP aus beiden Landesparlamenten. Sie verwies auf die neuen Vier-Parteien-Konstellationen, die nun aus CDU, Grünen, SPD und AfD bestehen. Ihrer Meinung nach erscheint die liberale Demokratie in diesen Parlamenten geschwächt.
Die Grünen-Chefin betonte, dass starke Verteidiger liberaler Werte heute dringender denn je gebraucht würden. Ihr Aufruf an ehemalige FDP-Wähler folgt einer ähnlichen Initiative des früheren Grünen-Vorsitzenden Cem Özdemir, der sich bereits zuvor an diese Wählergruppe gewandt hatte.
Brantner machte deutlich, dass ehemalige FDP-Anhänger in der politischen Vision ihrer Partei willkommen seien. Angesichts der nun marginalisierten Rolle der FDP in zwei Landesparlamenten unterstreicht ihr Vorstoß eine Verschiebung der politischen Bündnisse. Der Schritt könnte die Unterstützung für die liberaldemokratischen Kräfte in Deutschland neu ordnen.






