03 April 2026, 01:03

Die Linke kämpft mit radikalen Forderungen um Einzug in Stuttgarts Landtag 2026

Ein deutscher Propagandaplakat für die Nazi-Partei, das zwei Männer auf einem Sofa zeigt, mit Text, der Informationen über die Partei enthält.

Die Linke kämpft mit radikalen Forderungen um Einzug in Stuttgarts Landtag 2026

Die Linke bereitet sich mit einem radikalen Linksprogramm auf die Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg vor

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Die Partei, die derzeit keine Sitze im Stuttgarter Landtag hält, will mit weitreichenden Forderungen in den Bereichen Wohnen, Arbeitsrechte und Vermögensumverteilung in die Offensive gehen. Mit 10.300 Mitgliedern im Land hofft sie, nach Jahren ohne parlamentarische Vertretung endlich den Durchbruch zu schaffen.

Die Linke, 2007 aus dem Zusammenschluss von PDS und WASG hervorgegangen, vertritt bundesweit die äußerste Linke im Parteienspektrum. Im Bundestag ist sie mit 64 Abgeordneten vertreten und setzt sich dort für Vermögenssteuern, Arbeitsplatzsicherung und die Stärkung queerer Rechte ein. In Baden-Württemberg jedoch scheiterte die Partei seit 2011 bei jeder Landtagswahl an der Fünf-Prozent-Hürde.

Für die Wahl 2026 steht das Thema soziale Gerechtigkeit im Mittelpunkt – angeführt von den Landesvorsitzenden Sahra Mirow und Elwis Capece. Zu den zentralen Forderungen zählen ein Stopp der Mietpreiserhöhungen, die Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen sowie der Bau von 20.000 Sozialwohnungen pro Jahr. Zudem unterstützt die Partei Gewerkschaften in ihrem Kampf um kürzere Arbeitszeiten und stärkere Tarifbindung.

Über die Wirtschaftspolitik hinaus fordert Die Linke die Abschaffung der Schuldenbremse im Land und die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer. Sie setzt sich für mehr direkte Demokratie ein, ein Paritätsgesetz zur gleichberechtigten Vertretung von Frauen sowie das Wahlrecht für alle Einwohner:innen ab 16 Jahren mit fünfjährigem Aufenthalt. Im Bildungsbereich strebt sie chancengleiche Teilhabe unabhängig von Herkunft oder Identität an.

Einige Strömungen innerhalb der Partei stehen unter Beobachtung des baden-württembergischen Verfassungsschutzes wegen Verdachts auf linksextremistische Bestrebungen. Dennoch bleibt Die Linke präsenter Akteur in der Landespolitik und passt bundesweite Positionen – wie die Frauenquote auf Kandidatenlisten – an regionale Gegebenheiten an.

Mit ihrem Fokus auf Wohnungsbau, Arbeitsmarktreformen und Umverteilung will Die Linke 2026 erstmals in den Landtag einziehen. Ein Erfolg würde die politische Landschaft Baden-Württembergs verändern, wo die Partei bisher nicht vertreten ist.

AKTUALISIERUNG

Die Linke unveils 70-page election program for Baden-Württemberg 2026

Die Linke has released a detailed 70-page election program for Baden-Württemberg's March 8, 2026 Landtagswahl. The document outlines priorities including rent control, wealth taxes, and 20,000 new social housing units. It marks the party's first comprehensive strategy to secure parliamentary representation in the region.