Franziska Erdle reformiert die Apothekervertretung mit klarer Vision
Tobias WernerFranziska Erdle reformiert die Apothekervertretung mit klarer Vision
Franziska Erdle übernimmt eine Doppelfunktion in der deutschen Apothekervertretung. Als Vorstandsvorsitzende und Präsidentin der Bundesapothekerkammer (ABDA) treibt sie weitreichende Veränderungen voran. Ihr Programm konzentriert sich auf die Stärkung der Apotheken, die Verbesserung beruflicher Standards und die Vorantreibung politischer Reformen.
Seit ihrem Amtsantritt als ABDA-Präsidentin im September 2023 hat Erdle bereits mehrere zentrale Initiativen auf den Weg gebracht. Dazu gehört die Durchsetzung erweiterter Impfbefugnisse für Apotheker:innen, die 2024 in Kraft traten. Zudem setzt sie sich für die Digitalisierung von Rezepten ein, um Arbeitsabläufe zu vereinfachen und den bürokratischen Aufwand zu verringern.
Ein weiteres großes Vorhaben ist das Apothekenstärkungsgesetz, das die Vergütungsmodelle für Apotheken verbessern soll. Nachhaltigkeit steht ebenfalls hoch auf der Agenda: Bis 2027 soll der Kunststoffverbrauch in Apotheken um 30 Prozent reduziert werden. Erdle betont, dass die Geschlossenheit der Apothekerschaft entscheidend ist, um auf die Politik Einfluss zu nehmen.
Langfristig will sie die ABDA strategischer und professioneller aufstellen. Ihr Plan sieht eine enge Zusammenarbeit mit Apotheker:innen vor Ort sowie mit Fachleuten im Haus der Apotheker vor. Ziel ist es, den Verband zu einer zukunftsorientierten, leistungsstarken Organisation zu entwickeln, die ihre Mitglieder wirksam vertritt.
Erdles oberste Priorität bleibt die Apothekenreform. Unter ihrer Führung gibt es bereits greifbare Erfolge – von den erweiterten Impfkompetenzen bis zu den Nachhaltigkeitsmaßnahmen. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob ihre Vision einer stärkeren, handlungsfähigeren ABDA die Branche nachhaltig prägen kann.






