Goslar testet Tempo 30 in Ohlhof – mehr Sicherheit oder nur ein Experiment?
Anton WolfGoslar testet Tempo 30 in Ohlhof – mehr Sicherheit oder nur ein Experiment?
Goslar führt sechsmonatige Testphase mit Tempo 30 in zwei Hauptstraßen des Stadtteils Ohlhof ein
Ab dem 9. April gilt in Goslar für sechs Monate eine probeweise Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h auf zwei wichtigen Straßen im Stadtteil Ohlhof: der Ohlhofbreite und der Kurt-Schumacher-Allee. Ziel der Maßnahme ist es, die Sicherheit und Lebensqualität der Anwohner zu verbessern. Der Versuch folgt auf eine Petition aus dem vergangenen Jahr, in der 238 Bürger verkehrsberuhigende Maßnahmen für das Gebiet forderten.
In der Testzone gilt die Regel "rechts vor links", sodass Autofahrer Fahrzeuge von rechts kommend vorbeilassen müssen. Während der Probephase werden weder Blitzer noch andere Kontrollen eingesetzt. Stattdessen sollen regelmäßige Verkehrsuntersuchungen die Geschwindigkeiten überwachen und prüfen, ob das angestrebte Ziel erreicht wird.
Das Vorhaben zielt darauf ab, die sogenannte V85-Geschwindigkeit – also das Tempo, das nur 15 Prozent der Fahrer überschreiten – auf 36 km/h zu senken. Bei Erfolg könnte die Tempo-30-Zone dauerhaft eingeführt werden. Unterstützung erhält das Projekt sowohl vom Ohlhof-Stadtteilverein als auch vom Goslarer Stadtrat.
Die örtlichen Behörden haben keine genauen Unfallzahlen für die betroffenen Straßen der letzten drei Jahre veröffentlicht. Offizielle Statistiken wären nur auf direkte Anfrage bei der Polizei Goslar oder dem Niedersächsischen Landespolizeiamt erhältlich.
Die Testphase läuft bis Oktober, wobei während des gesamten Zeitraums Daten gesammelt werden. Zeigen die Ergebnisse eine nachhaltige Verringerung der Geschwindigkeiten, könnte die niedrigere Begrenzung beibehalten werden. Die endgültige Entscheidung hängt von den praktischen Beobachtungen und dem Feedback der Anwohner ab.






