Neuer Tarifvertrag sichert Nahverkehr in Sachsen-Anhalt vor Streiks
Luisa HofmannNeuer Tarifvertrag sichert Nahverkehr in Sachsen-Anhalt vor Streiks
Neuer Tarifvertrag für den öffentlichen Nahverkehr in Sachsen-Anhalt unterzeichnet
Ein neuer Tarifvertrag für die Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr Sachsen-Anhalts ist zustande gekommen. Die am 29. April 2026 abgeschlossene Einigung verhindert Streiks, die den täglichen Verkehrsfluss in der gesamten Region hätten lahmlegen können. Beide Seiten machten Zugeständnisse, um den Kompromiss zu ermöglichen.
Verhandelt wurden Löhne, Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen für rund 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Beschäftigten erhalten nun höhere Zuschläge für Nacht- und Sonntagsdienste sowie flexiblere Ruhezeiten und kürzere Höchstschichtlängen. Zudem verdoppeln die Arbeitgeber ihre finanzielle Unterstützung für Mitarbeiter, die einen Führerschein erwerben.
Eine zentrale Forderung der Gewerkschaft – die Verkürzung der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden ohne Lohnkürzungen – wurde nicht erfüllt. Stattdessen können die Beschäftigten künftig einen Teil ihrer Jahresprämie in bis zu drei zusätzliche Urlaubstage umwandeln. Auszubildende erhalten eine Anbindung ihrer Vergütung an die TVöD-Tarifstruktur des öffentlichen Dienstes, was ihnen künftige Erhöhungen im Einklang mit den allgemeinen Beamtenanpassungen sichert.
Die Einigung erfolgte nach intensiven Verhandlungen. Die Verkehrsunternehmen bezeichneten das Ergebnis als schwierigen, aber notwendigen Kompromiss. Der Tarifvertrag verhindert Betriebsunterbrechungen, die Pendler und öffentliche Dienstleistungen in ganz Sachsen-Anhalt beeinträchtigt hätten.
Die Vereinbarung bringt Stabilität in das Verkehrsnetz der Region und bietet den Beschäftigten verbesserte Leistungen. Fahrer profitieren von besseren Schichtregelungen, Auszubildende von klaren Lohnperspektiven. Der Kompromiss sichert den Fahrgästen in den kommenden Monaten einen unterbrechungsfreien Betrieb.






