Saarlands 6-Milliarden-Projekt soll Stahlproduktion bis 2030 revolutionieren
Tobias WernerSaarlands 6-Milliarden-Projekt soll Stahlproduktion bis 2030 revolutionieren
Im Saarland läuft ein gigantisches Bauprojekt für die Stahlindustrie an, das die CO₂-Emissionen bis Anfang der 2030er-Jahre um bis zu 55 Prozent senken soll. Die 6-Milliarden-Euro-Initiative Power4Steel, angeführt von Rogesa – einem Joint Venture der Unternehmen Dillinger und Saarstahl – wird ab 2028/29 jährlich bis zu 3,3 Millionen Tonnen klimafreundlichen Stahl produzieren.
Am 13. Februar 2026 erhielt das Vorhaben grünes Licht, bereits zehn Tage später begannen die Bauarbeiten. Auf einem 270.000 Quadratmeter großen Gelände herrscht nun reger Betrieb: Sieben Turmdrehkrane sind gleichzeitig im Einsatz, rund 120 Arbeiter in zwei Schichten errichten sieben zentrale Bauwerke. Dazu gehören unter anderem ein sogenannter „Rund-Eindicker“ – ein entscheidendes Element der Anlage – sowie neue Wassermanagement-Anlagen für die umgestellte Produktion von Rogesa.
Die Dimensionen des Projekts sind gewaltig: Rund 25.000 Kubikmeter Beton werden verbaut. Die Bauleitung hat das Unternehmen Wolff & Müller inne, Geschäftsführender Gesellschafter ist Dr. Albert Dürr. Die Fertigstellung ist nach etwa 15 Monaten geplant.
Nach Abschluss wird der Standort eine Schlüsselrolle bei der Emissionsreduzierung einnehmen und gleichzeitig die Produktion von CO₂-armen Stahl vorantreiben. Die Investition markiert einen Meilenstein für die saarländische Industrie, wobei die Produktionsziele noch vor Ende des Jahrzehnts erreicht werden sollen.






