BGH entscheidet 2025 über umstrittene Kürzungen der Riester-Rente

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Ein Anschlagbrett mit ein paar Zetteln daran.

Bundesgerichtshof diskutiert Reduzierung der Riester-Rente - BGH entscheidet 2025 über umstrittene Kürzungen der Riester-Rente

Bundesgerichtshof verhandelt Kürzungen der Riester-Rente

Bundesgerichtshof verhandelt Kürzungen der Riester-Rente

Bundesgerichtshof verhandelt Kürzungen der Riester-Rente

  1. Dezember 2025

Deutschlands höchstes Zivilgericht wird im kommenden Jahr über einen grundlegenden Streit zur Kürzung der Riester-Rente entscheiden. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat für den 10. Dezember 2025 eine Verhandlung angesetzt. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Versicherer wie die Allianz rechtmäßig die Auszahlungen in lang anhaltenden Niedrigzinsphasen kürzen dürfen – selbst wenn die Verträge keine spätere Anpassung nach oben vorsehen, falls die Zinsen wieder steigen.

Der Fall betrifft fondsgebundene Riester-Rentenverträge, die die Allianz Lebensversicherungs-AG im Jahr 2006 verkauft hatte. Diese Verträge enthielten Klauseln, die es dem Unternehmen erlaubten, die monatlichen Zahlungen zu reduzieren, wenn die Zinsen über Jahre hinweg niedrig blieben. Allerdings sahen die Bedingungen keine Garantie vor, dass die Renten später wieder steigen würden, falls sich die wirtschaftliche Lage bessert.

Mit dem Urteil im Dezember 2025 wird geklärt, ob Versicherer Kürzungen der Auszahlungen durchsetzen dürfen, ohne sich gleichzeitig zu späteren Anpassungen zu verpflichten. Eine Entscheidung gegen die Allianz könnte Unternehmen zwingen, die Vertragsbedingungen für Millionen von Versicherten zu überarbeiten. Wird die aktuelle Praxis bestätigt, bleiben die Klauseln bestehen – und Rentner müssen dauerhaft mit geringeren Auszahlungen leben, selbst wenn die Zinsen wieder steigen.