Hensoldt knackt die 2-Milliarden-Marke und baut neuen Produktionsstandort bei Ulm

Hensoldt knackt die 2-Milliarden-Marke und baut neuen Produktionsstandort bei Ulm
Rüstungsunternehmen Hensoldt verzeichnet Rekordumsatz und plant große Expansion
Der deutsche Rüstungskonzern Hensoldt hat einen Rekordumsatz gemeldet und bereitet gleichzeitig eine deutliche Ausweitung seiner Kapazitäten vor. Im vergangenen Jahr überschritten die Erlöse des Unternehmens erstmals die Marke von 2 Milliarden Euro – trotz eines jüngsten Rückgangs beim Nettogewinn. Die starke Nachfrage nach Sensor- und Radarsystemen treibt nun die Pläne für einen neuen Produktionsstandort in der Nähe von Ulm voran.
Hensoldt, der Münchner Spezialist für Verteidigungstechnik, erzielte 2023 einen Umsatz von über 2 Milliarden Euro und erreichte damit einen Meilenstein. Auch der Gewinn stieg erstmals in der Unternehmensgeschichte auf über 100 Millionen Euro, sank jedoch im letzten Quartal auf 91 Millionen Euro. Der Rückgang ist darauf zurückzuführen, dass das Unternehmen Mittel in den Ausbau der Produktionskapazitäten lenkt.
Die Nachfrage nach Hensoldt-Produkten, insbesondere nach Drohnenabwehr- und Luftverteidigungsradaren, ist stark gestiegen. Um diesem Bedarf gerecht zu werden, errichtet das Unternehmen eine neue externe Fertigungsstätte bei Ulm. Ab 2027 sollen dort jährlich rund 1.000 Radarsysteme produziert werden. Diese Expansion spiegelt das allgemeine Wachstum der deutschen Rüstungsindustrie wider, in der Unternehmen wie Hensoldt vermehrt Personal einstellen und ihre Aktivitäten ausbauen.
Trotz der vorübergehenden Gewinnschmälerung blicken Analysten optimistisch in die Zukunft des Unternehmens. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt bei 88 und bleibt damit auch unter Berücksichtigung der prognostizierten Erträge der nächsten beiden Jahre hoch. Dies deutet darauf hin, dass Anleger langfristige Gewinne aus der Expansion erwarten.
Die Investitionen in neue Produktionslinien werden voraussichtlich die Ausbringungsmenge in den kommenden Jahren steigern. Der Standort Ulm wird sich auf Radarsysteme konzentrieren, die sowohl militärische als auch zivile Anwendungen unterstützen. Zwar sind die Gewinne kurzfristig gesunken, doch die Wachstumsaussichten und die Marktnachfrage lassen auf eine stabile Zukunftsperspektive schließen.

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