Grüne halten knapp die Spitze – doch die AfD holt mit 18,8 Prozent stark auf

Luisa Hofmann
Luisa Hofmann
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Ein grüner Kreis mit einer weißen Umrandung und einem weißen Stern in der Mitte, mit den Wörtern "Grüne Partei" in fetter, weißer, serifenloser Schrift in der Mitte des Kreises.Luisa Hofmann

Brantner reitet Erfolgswelle, um die Grünen national zu stärken - Grüne halten knapp die Spitze – doch die AfD holt mit 18,8 Prozent stark auf

Die Grünen festigen ihre Position als stärkste Kraft bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg

Erste Hochrechnungen sehen die Partei bei 31,7 bis 32 Prozent – knapp vor der CDU. Gleichzeitig legte die rechtspopulistische AfD mit 18,8 Prozent deutlich zu, während die SPD auf nur noch 5,5 Prozent abstürzte.

Die Co-Vorsitzende Franziska Brantner will den regionalen Erfolg nun nutzen, um die Bundestrends der Partei zu wenden. Sie betont, dass das Ergebnis beweise: Grüne Politik kann weiterhin Wähler überzeugen – trotz aktueller Schwäche in anderen Bundesländern.

Mit 30,2 Prozent der Stimmen behielten die Grünen in Baden-Württemberg ihre Spitzenposition, leicht unter ihrem Rekordwert von 2021, aber ausreichend, um die CDU knapp zu überflügeln. Zwar hatten Prognosen zunächst einen größeren Vorsprung nahegelegt, doch Überhangmandate für die CDU führten zu einem fast ausgeglichenen Kräfteverhältnis – beide Parteien könnten jeweils 57 Sitze erhalten. Der Aufstieg der AfD auf 18,8 Prozent markiert einen deutlichen Zuwachs, während SPD (5,5 Prozent) und FDP (4,5 Prozent) massive Verluste hinnehmen mussten.

Brantner wies die Deutung zurück, der Sieg der Grünen sei lediglich eine Protestwahl gegen die CDU. Stattdessen lobte sie Bundesagrarminister Cem Özdemir (Grüne), der zeige, wie Klimaschutz und wirtschaftliche Stärke Hand in Hand gehen könnten. Das Ergebnis bestätige den Kurs der Partei, so Brantner – auch nach einer Phase sinkender Umfragewerte in anderen Bundesländern.

Für die Zukunft betonte sie die Notwendigkeit, direkt auf die Sorgen der Wähler einzugehen. Zwar erforderten regionale Unterschiede flexible Strategien, doch bleibe sie überzeugt, dass die Kernthemen der Grünen weiterhin Anklang finden könnten. Nun gelte es, den Erfolg in Baden-Württemberg in Schwung für Bund und andere Länder zu verwandeln.

Zwar halten die Grünen ihre Führung in Baden-Württemberg, doch die knappe Differenz zur CDU und die Gewinne der AfD erschweren die Koalitionsverhandlungen. Mit geschwächten Partnern wie SPD und FDP müssen sie sich nun in einem zersplitterten politischen Umfeld behaupten.

Brantners Fokus auf inhaltlich geprägte Kampagnen deutet darauf hin, dass die Grünen ihre Agenda in den kommenden Monaten noch entschlossener vorantreiben werden. Ob dieser Ansatz die bundesweite Talfahrt stoppen kann, bleibt abzuwarten.

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